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Rücktritt: DFB und Bundestrainer Nagelsmann trennen sich

3. Juli 2026

Nach der enttäuschenden Fußball-WM mit dem vorzeitigen Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay zieht der DFB die Reißleine. Bundestrainer Julian Nagelsmann muss gehen. Wird Jürgen Klopp sein Nachfolger?

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Enttäuschter Julian Nagelsmann nach dem WM-Aus
Nach etwas mehr als 1000 Tagen im Amt des Bundestrainers ist für Julian Nagelsmann SchlussBild: Peter Cziborra/REUTERS

Eine Nacht lang hat Julian Nagelsmann sich mit seiner Entscheidung Zeit gelassen, jetzt nimmt der bei der Fußball-WM mit dem DFB-Team gescheiterte Coach seinen Hut und tritt als Bundestrainer zurück. Das bestätigte der Deutschen Fußballbund (DFB) am Freitagmittag. Zuvor hatten bereits übereinstimmend mehrere Medien, darunter die TV-Sender Sky und RTL sowie die "Bild"-Zeitung, berichtet.

Einen Tag nach einem Krisentreffen mit der Führung des DFB am Donnerstag stimmte der 38-jährige Nagelsmann der "gesichtswahrenden Lösung", die ihm angeboten wurde, zu und zog damit die Konsequenzen aus dem frühen WM-Aus gegen Paraguay.

"Ich habe in den vergangenen Tagen seit dem Ausscheiden viel nachgedacht und mich mit Vertrauten in meinem persönlichen Umfeld und im Verband ausgetauscht", wird Nagelsmann in der Mitteilung des Verbands zitiert. "Die Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen. Mein oberstes Ziel war immer der Erfolg der Mannschaft. Sie hat nach so einer herben Enttäuschung die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang verdient."

Mit seinem Rücktritt kam Nagelsmann offenbar einer Entlassung zuvor. Direkt nach dem Spiel hatte er noch im TV-Interview gesagt: "Ich bin keiner der wegläuft. Ich stehe zur Verfügung und mache bis zur Europameisterschaft 2028 weiter." Bis dahin lief Nagelsmanns Vertrag, der angeblich mit sieben Millionen Euro pro Jahr dotiert ist. Ein Jahresgehalt soll der scheidende Bundestrainer als Abfindung erhalten.

Seine letzten Worte als Bundestrainer richtete er an die Fans: "Ihr habt uns getragen, ihr habt uns vertraut, ihr habt uns Energie gegeben, selbst in schwierigen Phasen. Es tut mir von Herzen leid und weh, dass wir euch enttäuscht haben und euch keine weiteren Fußballnächte bei dieser WM bescheren konnten. Ihr hättet viel mehr verdient gehabt!"

Jürgen Klopp als "Heilsbringer"?

Nachfolger soll Jürgen Klopp werden. Der ehemalige Erfolgstrainer von Borussia Dortmund und des FC Liverpool ist aktuell noch als "Head of Global Soccer" bei Red Bull angestellt. Klopps Vertrag dort läuft bis 2029, es soll aber mindestens eine mündliche Zusage geben, wonach er bei einem DFB-Angebot aussteigen kann.

Jürgen Klopp beobachtet mit verschränkten Armen das Elfmeterschießen zwischen Deutschland und Paraguay
Steht offenbar als Nachfolger bereit: Jürgen KloppBild: Markus Ulmer/Ulmer/Teamfoto/IMAGO

Dass Klopp übernehmen werde, sei "so sicher wie das Amen in der Kirche", wird im Magazin "Der Spiegel" ein "einflussreicher Topmanager eines Spitzenklubs" der Bundesliga zitiert.

Der DFB bestätigte zudem, dass er mit Blick auf die Neubesetzung das Gespräch mit Klopp suchen werde. Dieser habe "bereits seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Postens signalisiert". 

Der 59-Jährige, der bereits bei den letzten Wechseln auf der Position des Bundestrainers von Joachim Löw zu Hansi Flick und von Flick zu Nagelsmann als Kandidat gehandelt wurde, wird dann im September in der Nations League gegen die Niederlande den Neustart der Fußball-Nationalmannschaft moderieren.

Der Artikel wurde nach der Bestätigung des Rücktritts von Julian Nagelsmann durch den DFB aktualisiert.

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