Medien: DFB und Bundestrainer Nagelsmann trennen sich
3. Juli 2026
Eine Nacht lang hat Julian Nagelsmann sich mit seiner Entscheidung Zeit gelassen, jetzt nimmt der bei der Fußball-WM mit dem DFB-Team gescheiterte Coach seinen Hut und tritt als Bundestrainer zurück. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien, darunter die TV-Sender Sky und RTL sowie die "Bild"-Zeitung.
Einen Tag nach einem Krisentreffen mit der Führung des Deutschen Fußballbunds (DFB) am Donnerstag soll der 38-jährige Nagelsmann der "gesichtswahrenden Lösung", die ihm angeboten wurde, zugestimmt und die Konsequenzen aus dem frühen WM-Aus gegen Paraguay gezogen haben.
Er kommt damit offenbar einer Entlassung zuvor. Direkt nach dem Spiel hatte er noch im TV-Interview gesagt: "Ich bin keiner der wegläuft. Ich stehe zur Verfügung und mache bis zur Europameisterschaft 2028 weiter."
Bis dahin lief Nagelsmanns Vertrag, der angeblich mit sieben Millionen Euro pro Jahr dotiert ist. Ein Jahresgehalt soll der scheidende Bundestrainer als Abfindung erhalten.
Jürgen Klopp als "Heilsbringer"?
Nachfolger soll Jürgen Klopp werden. Der ehemalige Erfolgstrainer von Borussia Dortmund und des FC Liverpool ist aktuell noch als "Head of Global Soccer" bei Red Bull angestellt ist. Klopps Vertrag dort läuft bis 2029, es soll aber mindestens eine mündliche Zusage geben, wonach er bei einem DFB-Angebot aussteigen kann.
Dass Klopp übernehmen werde, sei "so sicher wie das Amen in der Kirche", wird im Magazin "Der Spiegel" ein "einflussreicher Topmanager eines Spitzenklubs" der Bundesliga zitiert.
Der 59-Jährige, der bereits bei den letzten Wechseln auf der Position des Bundestrainers von Joachim Löw zu Hansi Flick und von Flick zu Nagelsmann als Kandidat gehandelt wurde, wird dann im September in der Nations League gegen die Niederlande den Neustart der Fußball-Nationalmannschaft moderieren.