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KriminalitätPolen

Putin-Kritiker Semjon Skrepezki in Polen ermordet

16. Juni 2026

Der russische Künstler und Karikaturist Semjon Skrepezki ist in seinem Exil auf offener Straße erschossen worden. Es gibt zwei Festnahmen - doch die Ermittlungen laufen weiter.

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Deutschland Berlin 2026 | Russischer Künstler Semjon Skrepezki bei Protestaktion am "Tag Russlands"
Semjon Skrepezki mit einem seiner bekanntesten Werke: Ex-Sowjetdiktator Josef Stalin hält Wladimir Putin auf dem ArmBild: Vasily Krestyaninov/SOPA Images/ZUMA/picture alliance

Der russische Staatsbürger Semjon Skrepezki war für seine mitunter provokanten Karikaturen bekannt. Skrepezki, der mit bürgerlichem Namen Robert Kusowkow hieß, galt als Kritiker des russischen Staatschefs Wladimir Putin. Aber auch Personen wie der Machthaber von Belarus, Alexander Lukaschenko, der frühere sowjetische Diktator Josef Stalin, oder Ramsam Kadyrow, Präsident der russischen Teilrepublik Tschetschenien, waren im Visier des Künstlers. Ebenso nahm er bekannte russische Oppositionelle aufs Korn.

Angreifer gibt insgesamt fünf Schüsse ab

Am Montag war der 44-Jährige im Osten Polens, in der Kleinstadt Biala Podlaska auf offener Straße niedergeschossen worden. Der bislang unbekannte Schütze feuerte dreimal mit einer Pistole auf Skrepezki. Als dieser am Boden lag, gab der Angreifer "aus nächster Nähe zwei weitere Schüsse ab", wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft im ostpolnischen Verwaltungsbezirk Lublin mitteilte.

Zwei Männer aus Belarus wurden laut Staatsanwaltschaft festgenommen. Ihre Beteiligung und ein möglicher Zusammenhang mit dem Anschlag würden derzeit untersucht. Es sei aber noch keine Anklage erhoben worden.

Skrepezki lebte seit 2021 im Exil in Polen. Am vergangenen Freitag, dem wichtigsten Feiertag Russlands, demonstrierte der Künstler mit seiner Karikatur von Stalin und Putin vor der russischen Botschaft in Berlin.

Deutschland Berlin 2026 | Russischer Künstler Semjon Skrepezki steht mit einem Karikatur-Bild von Stalin und Putin vor der russischen Botschaft
Semjon Skrepezki am Freitag vor der russischen Botschaft in Deutschlands Hauptstadt Berlin Bild: Vasily Krestyaninov/SOPA Images/Sipa USA/picture alliance

Der 12. Juni ist der "Tag Russlands". Er erinnert an die Verabschiedung der Deklaration über die staatliche Souveränität der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR) am 12.06.1990. 

se/wa (dpa, afp)