Prozess gegen mutmaßliche IS-Terrorhelfer in Düsseldorf | Aktuell Deutschland | DW | 22.02.2018
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Terrorismus

Prozess gegen mutmaßliche IS-Terrorhelfer in Düsseldorf

Ein 22-Jähriger und eine 17-Jährige sollen Terroranschlagspläne des "Islamischen Staates" in Deutschland unterstützt haben. Deshalb müssen sie sich nun vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht verantworten.

Düsseldorf Gebäude des Oberlandesgerichtes (picture-alliance/dpa/O. Berg)

Polizisten sichern das Düsseldorfer Oberlandesgericht

Zwei mutmaßliche Helfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) stehen an diesem Donnerstag vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht. Der 22-jährige Kevin T. aus dem nordrhein-westfälischen Neuss hat laut Anklage den IS-Terrorverdächtigen Lorenz K. bei dessen Planung eines Anschlags auf die US-Militärbasis in Ramstein unterstützt. Der 18-Jährige sitzt inzwischen in Österreich in Untersuchungshaft. Das Gericht wertet die Pläne als Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat.

Sprengsatz in Neuss getestet

Außerdem soll T. dem Wiener Verdächtigen 2016 in seiner Wohnung in Neuss Unterschlupf gewährt und dort mit ihm als Test einen Sprengsatz in einem Park gezündet haben. Im Januar vergangenen Jahres wurde Kevin T. von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen.

Laut der österreichischen Justiz soll Lorenz K. einen Selbstmordanschlag auf Soldaten in Deutschland, voraussichtlich in Ramstein, geplant haben. Er hat demnach einen Treueeid auf die Dschihadistenmiliz IS geschworen.

Die Verdächtige verkaufte ihr Handy für Sprengstoff

Mitangeklagt in dem Prozess ist die 17-jährige Amal E., die den verdächtigen K. im Dezember 2016 nach islamischem Ritus geheiratet und ihn bei seinen Plänen unterstützt haben soll. Mit dem Verkauf ihres Handys soll sie Geld beschafft haben, um Bauteile für den geplanten Sprengsatz zu kaufen, teilte das Düsseldorfer Gericht mit.

Der Prozess findet im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts statt. Zu Prozessbeginn will das Gericht entscheiden, ob die Öffentlichkeit wegen des Alters der Angeklagten von der Hauptverhandlung ausgeschlossen wird. 22 weitere Termine sind bis Mitte Juni geplant.

mb/kle (dpa, afp)