Proteste gegen Benzinpreiserhöhungen in Haiti | Aktuell Amerika | DW | 07.07.2018
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Karibik

Proteste gegen Benzinpreiserhöhungen in Haiti

Haiti gilt als das ärmste Land Lateinamerikas. Wenn die Regierung ankündigt, dass die Benzinpreise steigen werden, reicht das schon aus, um die Menschen in Rage zu bringen. Bei Protesten in der Hauptstadt starb ein Mann.

In Haiti hat es bei gewaltsamen Protesten gegen angekündigte Benzinpreiserhöhungen mindestens einen Toten gegeben. In der Hauptstadt Port-au-Prince blockierten Demonstranten Hauptstraßen mit brennenden Autoreifen. In mehreren Stadtteilen waren Schüsse zu hören. Aufgebrachte Menschen lynchten einen Mann, der versuchte, an einer Barrikade vorbeizukommen. Bei dem Opfer handelte es sich um den Leibwächter eines Oppositionspolitikers. Die Nachrichtenagentur AP sprach von mindestens drei Toten.

Haiti Protest (picture-alliance/AP Photo)

Proteste in Port-au-Prince

Die Regierung hatte am Freitag bekanntgeben, dass die Benzinpreise gemäß einer Vereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Februar ab dem Wochenende um 38 Prozent steigen. Bei Diesel beträgt die Preiserhöhung 47 Prozent, bei Kerosin 51 Prozent.

Das Rahmenabkommen mit dem IWF sieht vor, dass die haitianische Regierung Treibstoff nicht weiter subventioniert. Wirtschaftsminister Alix Patrick Salomon nannte die Subventionen eine schwere Last für die heimische Wirtschaft. Haiti gilt als das ärmste Land Lateinamerikas und hat immer wieder mit Naturkatastrophen zu kämpfen. 2010 wurde der Karibikstaat von einem verheerenden Erdbeben erschüttert und hat sich davon nach wie vor nicht erholt.

pg/mak (afp, ap)

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