Popow verabschiedet sich mit EM-Silber | Sport-News | DW | 21.08.2018
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Para-Leichtathletik-EM

Popow verabschiedet sich mit EM-Silber

Am Ende seiner Bilderbuch-Karriere verlässt Para-Leichtathlet Heinrich Popow die Sprunggrube mit eine Silbermedaille um den Hals: Bei der Para-Leichtathletik-EM in Berlin endet eine beeindruckende Laufbahn.

Brasilien Paralympics Rio 2016 Weitsprung - T42 Männer Gold Heinrich Popow (picture-alliance/AP Photo/IOC/S. Bruty)

Weit, weiter, Popow: Der Weitspringer Heinrich Popow tritt ab

An einem emotionalen Abend im Berliner Friedrich-Luwig-Jahn-Sportpark stand einer im Mittelpunkt: Heinrich Popow. Der unterschenkelamputierte Weitspringer und Sprinter gewann seit 2004 insgesamt acht Medaillen bei Paralympischen Spielen, darunter Gold in London über die 100 Meter und in Rio im Weitsprung. In beiden Disziplinen war er auch Weltmeister. In Berlin bestritt er am Dienstag seinen letzten Wettkampf. Zu einem weiteren Titel reichte es dabei erwartungsgemäß nicht. Der 35-Jährige aus Leverkusen sprang zwar auf eine Saisonbestweite von 6,24 Meter. Popow musste sich aber dem dänischen Top-Favoriten Daniel Wagner klar geschlagen geben, der mit 6,72 Metern EM-Rekord sprang. Bronze ging an den Italiener Marco Pentagoni (5,89).

Popow bleibt der Weltrekord

Immerhin: "Ich habe ihm gesagt, dass er meinen Weltrekord hier lassen soll. Das hat er gemacht, auch wenn er ihn wollte", sagte Popow, dessen zwei Jahre alter Bestwert (6,77) weiter Bestand hat. Zufrieden war Popow mit seinem Wettkampf mit drei ungültigen Versuchen dennoch nicht. "Nach dem ersten Versuch habe ich mich emotional verloren", sagte Popow, ehe er mit den Tränen kämpfte. "Das waren sechs Versuche, die stellvertretend für die letzten 18 Jahre standen", sagte Popow, der stolz sei, "dass ich mir immer treu geblieben bin. Der Wettkampf ist aber eine Bestätigung dafür, dass es an der Zeit ist, an anderen Stellschrauben für unseren Sport zu drehen."

Für das einzige deutsche Gold am zweiten Wettkampftag sorgte Müller-Rottgardt. Die 36 Jahre alte Paralympics-Dritte aus Wattenscheid gewann den 100-Meter-Sprint der Startklasse T12. In 12,78 Sekunden siegte Müller-Rottgardt an der Seite ihres Guides Alexander Kosenkow vor der Spanierin Melani Berges Gamez (13,11) und Malgorzata Ignasiak aus Polen (13,26). "Es ist ein Traum, den EM-Titel erfolgreich zu verteidigen. Ein bisschen wird gefeiert", sagte Müller-Rottgardt, die in Berlin in vier Disziplinen startet. 

jw/stu (mit sid/dpa)

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