Pilsen vor ″Spiel des Lebens″ gegen München | Fußball | DW | 23.10.2013
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Fußball

Pilsen vor "Spiel des Lebens" gegen München

Respekt ja, Mitgefühl nein: Titelverteidiger München plant fest mit einem Sieg gegen Underdog Pilsen. Spannender scheint die Partie Leverkusen - Donezk, vor der immer noch ein Nicht-Tor diskutiert wird.

Zu Gast beim Spitzenreiter: Das wird für Viktoria Pilsen vermutlich ein zweifelhaftes Vergnügen. Die Tschechen müssen an diesem Mittwoch (23.10.2013; 20:45 Uhr MESZ, im Liveticker auf dw.de/sport) in der Champions League bei Titelverteidiger Bayern München antreten. Die Bayern sind mit zwei souveränen Siegen gegen ZSKA Moskau und bei Manchester City in die Königsklasse gestartet. Rechtzeitig für die Partie gegen Pilsen wird auch Franck Ribéry wieder fit sein. Lediglich in der Defensive muss Coach Pep Guardiola umstellen. Jérôme Boateng ist gesperrt, Dante verletzt. Damit könnten Daniel van Buyten und Jan Kirchhoff in der Abwehrzentrale zum Einsatz kommen, oder Guardiola überrascht erneut und beordert wie in Mainz die gelernten Außenverteidiger David Alaba und Diego Contento in die Innenverteidigung.

"Ich habe viel Respekt für unseren Gegner. Sie haben sehr gute Spieler", versuchte Starcoach Pep Guardiola vor dem Spiel etwas Spannung herbeizureden. Fakt ist aber: Die Bayern sind Pilsen in allen Mannschaftsteilen weit überlegen, vermutlich könnte auch eine B-Elf gegen die Tschechen locker den Sieg holen, denn auch auf der Bank sitzt beim FCB bekanntlich viel Qualität. Deshalb wird Kapitän Philipp Lahm auch etwas deutlicher: "Gegen den vermeintlich schwächsten Gegner in der Gruppe zählen nur sechs Punkte", forderte Lahm und dachte dabei gleich an beide Begegnungen mit Pilsen. Die Viktoria ist punktlos Tabellenletzter und hofft dennoch auf ein kleines Wunder in München: "Es wird das Spiel unseres Lebens", sagte der Kult-Pilsener Pavel Horváth, mittlerweile im fortgeschrittenen Fußballeralter von 38 Jahren. Er ist Kapitän des Underdogs und möchte die Bayern zumindest ein wenig ärgern. Das kann nur gelingen, wenn im Münchner Starensemble angesichts der klaren Ausgangslage die Konzentration fehlt.

Heißes Duell in Leverkusen

Das mit der Konzentration ist übrigens auch in Leverkusen ein Thema. Während gegen Schachtjor Donezk ein wegweisendes Match in der Königsklasse ansteht, wird in und rund um die Bayer-Elf immer noch eine Szene aus der Bundesliga diskutiert: Das "Phantomtor" von Stefan Kießling in Hoffenheim erhitzt die Gemüter vor der Partie gegen Donezk. Vor allem der von Bundestrainer Joachim Löw weiter verschmähte Stürmer Kießling steht in der Kritik, weil er sich um klare Aussagen zum Nicht-Tor von Hoffenheim herumdrückt. Fest steht: Bayer braucht nun eine Leistungssteigerung, um im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten in der Ukraine bestehen zu können. Mit einem Sieg würden sich die Leverkusener in jedem Fall auf Platz zwei in der Gruppe A schieben. Sollte Spitzenreiter Manchester United im Heimspiel gegen San Sebastian patzen, wäre sogar die Tabellenführung drin.

Kießling trifft das Außennetz in Hoffenheim (Foto: Getty Images)

Das Un-Tor des Jahres: Kießling trifft das Außennetz und jubelt dennoch. Macht er es gegen Donezk besser?

Doch Leverkusen fehlt ein Schlüsselakteur: Nationalspieler und Mittelfeldmotor Lars Bender ist gegen Donezk wegen eines Muskelfaserrisses nicht mit dabei. Torhüter Bernd Leno warnt vor dem "harten Brocken" Donezk und auch Coach Sami Hyypiä ist sich seiner Sache nicht sicher: "Donezk, das ist eine starke Mannschaft. Mit vielen Südamerikanern, vorne und hinten spielen sie kompromisslos". Ihm zufolge erwartet die Zuschauer in der BayArena aber ein spannendes Spiel: "Die können besser offensiv spielen als defensiv - egal, ob zuhause oder auswärts."

Alle Begegnungen, Ergebnisse und Tabellen der Champions League finden Sie hier.

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