Peking 2022: Olympische Winterspiele sind eröffnet | Sport | DW | 04.02.2022
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Olympische Winterspiele

Peking 2022: Olympische Winterspiele sind eröffnet

In Chinas Hauptstadt haben die 24. Olympischen Winterspiele begonnen. Viele Staatschefs sind der bunten Eröffnungsfeier im Pekinger "Vogelnest" ferngeblieben, auf die die Weltpolitik ihre Schatten wirft.

Eröffnungsfeier | Olympische Winterspiele 2022 | Peking, China

Die 24. Olympischen Winterspiele sind mit einer bunten Zeremonie eröffnet worden. Die Feier, in deren Verlauf rund 3000 Darsteller auftreten - die überwiegende Mehrzahl von ihnen Jugendliche - beginnt mit einer Lichtershow, die darauf hinweist, dass in China an diesem Freitag nicht nur die Olympischen Winterspiele eröffnet werden, sondern auch der Frühling anfängt und das "Jahr des Tigers" beginnt.

IOC-Präsident Thomas Bach und Chinas Staatspräsident Xi Jinping werden offiziell begrüßt.

Anschließend wandert die chinesische Fahne durch ein Menschenspalier und wird von Hand zu Hand weitergegeben. Damit soll die Einheit des Landes demonstriert werden. Danach wird die chinesische Nationalhymne gesungen.

Nach einer Lasershow, die den Bogen über alle bisherigen Gastgeber Olympischer Winterspiele von Chamonix 1924 bis zu Peking 2022 spannt, beginnt der Einmarsch der Nationen.

Traditionell macht Griechenland - als Wiege der Olympischen Spiele - den Anfang.

Das kleine Team aus Taiwan darf offiziell nur unter dem Namen "Chinesisch Taipeh" antreten. Es handelt sich dabei um einen vom IOC konstruierten Namen, der dem diplomatischen Druck Chinas geschuldet ist. China akzeptiert Taiwan nicht als eigenständigen Staat, sondern betrachtet die Insel als chinesisches Staatsgebiet.

Wegen der jüngsten Drohgebärden Chinas gegenüber Taiwan, den Menschenrechtsverletzungen gegenüber Uiguren und Tibetern, der Unterdrückung der Opposition in Hongkong, außerdem der Überwachung der eigenen Bürger und zuletzt dem Fall der Tennisspielerin Peng Shuai - sind viele Politiker der Eröffnungsfeier ferngeblieben - einige haben die Winterspiele aufgrund der prekären Menschenrechtslage offiziell diplomatisch boykottiert. Angereist ist dagegen Russlands Präsident Wladimir Putin - auf persönliche Einladung von Xi Jinping

Vor den Augen Putins kommt auch die Mannschaft der Ukraine ins Stadion. Von Funktionärsseite gibt es für die Sportler ein Verbot, sich während der Tage in Peking gemeinsam mit russischen Sportlern fotografieren zu lassen. Außerdem sollen keine Interviews auf Russisch gegeben werden.

Für das deutsche Olympia-Team sind 149 Athletinnen und Athleten nominiert. Angeführt wird die Mannschaft beim Einmarsch der Nationen von den beiden Fahnenträgern, der Eisschnellläuferin Claudia Pechstein und Bobpilot Francesco Friedrich.

Nachdem zum Abschluss auch die chinesische Mannschaft das Stadion betreten hat, spricht Cai Qi, der Präsident des Organisationskomitees, die Begrüßungsworte. Anschließend redet IOC-Präsident Thomas Bach. Unter anderem sendet er einen Friedensappell an die Staatenlenker der Welt. 

Nachdem Bach geendet hat, eröffnet Xi Jinping die Winterspiele von Peking offiziell. Chinas Staatschef beschränkt sich dabei auf den kurzen Satz: "Ich erkläre die 24. Olympischen Winterspiele in Peking als eröffnet."

Die olympische Fahne wird ins Stadion gebracht und neben der chinesischen gehisst.

Fehlt nur noch das Olympische Feuer, das getragen von sechs chinesischen Sportlerinnen und Sportlern, den letzten Teil seines Fackellaufs durch das Stadion zurücklegt. Die letzte Fackelträgerin ist - gemeinsam mit dem Nordischen Kombinierer Zhao Jiawen - mit Langläuferin Dinigeer Yilamujiang eine Uigurin

Am Ende wird die Fackel in der Mitte einer gigantischen Schneeflocke befestigt und in die Höhe gezogen. Dass sie so klein und eher bescheiden ist, soll laut der Organisatoren die Nachhaltigkeit der Olympischen Spiele in Peking unterstreichen.

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