Peinliche Schmach für Favorit Sergio Garcia | Sport | DW | 06.04.2018
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Golf

Peinliche Schmach für Favorit Sergio Garcia

Der Auftakt des Golf-Masters in Augusta schreibt viele Geschichten: Über den wiedererstarkten Tiger Woods, den Altmeister Bernhard Langer und vor allem über Favorit Sergio Garcia, der an Loch 15 ein Debakel erlebt.

Tagelang hatte die "Tigermania" den Augusta National Golf Club fest im Griff, zum Auftakt lieferte der Superstar dann aber nur biedere Durchschnittsware: Der mit großen Ambitionen gestartete Tiger Woods muss sich nach einem durchwachsenen Start beim 82. US Masters deutlich steigern. Der 14-malige Major-Sieger spielte auf der ersten Runde am Donnerstag eine 73, er lag damit einen Schlag über Par und zunächst fünf hinter der Spitze.

Noch zahlreiche Golfer waren zu diesem Zeitpunkt auf dem Grün an der Magnolia Lane unterwegs, darunter auch der deutsche Altmeister Bernhard Langer. Wie Woods gehörte auch Martin Kaymer zu den frühen Startern. Und für Deutschlands Nummer eins lief es noch etwas schlechter. Der 33-Jährige kam mit einer 74 zurück ins Klubhaus.

Woods fand seine 73 in Ordnung. "Der Wind hat heute häufig gewechselt. Es gab eine Phase, da hätte mir diese Runde entgleiten können. Aber ich bin zurückgekommen", sagte er. "Am Ende der Woche werden viele Jungs um die Spitze kämpfen." Auch Kaymer war nicht völlig unzufrieden mit seinem Start, gerade mit Blick auf eine Handgelenksverletzung, die ihn zuletzt zurückgeworfen hatte. "Ich hatte drei Wochen kein Golf gespielt, dann komme ich auf einen Platz, der mir sowieso nicht unbedingt liegt. Da ist es kein Wunder, dass ich nicht vor Selbstbewusstsein strotze", sagte er bei Golf.de.

Ein Loch, 13 Schläge, fünf ins Wasser

Eine wirklich historische Schmach hielt die erste Runde indes für Vorjahressieger Sergio Garcia bereit. Der Spanier benötigte an Loch 15 gleich 13 Schläge. Fünfmal landet sein Ball dabei im Wasser. Garcia lag hier acht über Par. Das war beim Masters an diesem Loch noch nie jemandem passiert. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll, Ihr habt es gesehen. Ich denke, ich muss es nicht beschreiben", sagte der García, der vor dem Loch zwei über Par gelegen hatte. Im vergangenen Jahr hatte der 38-Jährige das Turnier noch gewonnen. Für das 15. Loch wären fünf Schläge vorgesehen gewesen, in der Schlussrunde im vergangenen Jahr hatte er sogar nur drei Schläge gebraucht. "Ich dachte der Ball stoppt rechtzeitig, aber er wollte einfach nicht stoppen."

2018 Masters Tournament at the Augusta National Golf Club | Sergio Garcia, Spanien (picture-alliance/AP Photo/D.J. Phillip)

Garcia: "Ich dachte der Ball würde stoppen, aber er stoppte nicht"

Schon beim nächsten Loch korrigierte Garcia seinen Patzer und blieb mit einem Birdie einen Schlag unter Soll. Dennoch war das Gesamtergebnis von 81 die schlechteste Eröffnungsrunde eines Titelverteidigers in der Masters-Geschichte. Garcia liegt derzeit auf dem vorletzten Platz, gleichauf mit dem hauptberuflichen Feuerwehrmann Matt Parziale und vor Amateurgolfer Harry Ellis. Bernhard Langer beendete seine erste Runde mit einer 74 auf dem geteilten 42. Rang. In Führung liegt der frühere Masterssieger Jordan Spieth mit 66 Schlägen.

jhr/asz (sid, dpa)

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