Paramilitärs sorgen in Slowenien für Aufsehen | Aktuell Europa | DW | 03.09.2018
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Extremismus

Paramilitärs sorgen in Slowenien für Aufsehen

Männer in Uniform, einige von ihnen bewaffnet, marschieren im Wald an der Grenze zu Österreich. Der slowenische Präsident ist entsetzt. Der Anführer der Gruppe beruft sich dagegen auf "Menschenrechte".

Ukraine | Trauer um die Opfer, Rechtsradikale Nationalisten, Kiew (picture-alliance/dpa/JOKER)

Männer in Montur (Symbolbild)

Die slowenische Staats- und Regierungsspitze hat eine neue paramilitärische Einheit der politischen Rechten im Land als "völlig unannehmbar" kritisiert. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft müssten gegen die erstmals am vergangenen Samstag aufgetauchte Gruppe vorgehen, verlangten Präsident Borut Pahor und Regierungschef Miro Cerar in Ljubljana.

In einem Wald in der Nähe der Stadt Maribor an der Grenze zu Österreich waren Dutzende maskierte Männer in olivgrünen Uniformen aufmarschiert. Einige von ihnen hätten Waffen getragen, berichteten lokale Medien.

Andrej Sisko | Anführer der United Slovenia party (Reuters/File Photo/S. Zivulovic)

Anführer Andrej Sisko (Archivbild)

Sie firmierten unter dem Namen "Steirer Garde" in Anspielung auf die historische Region Steiermark diesseits und jenseits Grenze. Organisator sei der prominente Nationalist und Rechtsextremist Andrej Sisko gewesen.

Mit Waffen für Faustrecht

Es handele sich um eine "freiwillige Verteidigungsgruppe freier Männer", die ein "paralleles Rechtssystem" anstrebe, zitierte die slowenische Nachrichtenagentur STA den Anführer Sisko. Dass seine Leute zum Teil Waffen tragen, sei ein "fundamentales Menschenrecht". Das Euro- und NATO-Land Slowenien galt bisher als demokratischer Musterstaat. Heimische Sicherheitsexperten stuften die neue Gruppe als gefährlich ein.

jj/kle (dpa, rtr)

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