Online-Konzerne im Visier der US-Kartellwächter | Aktuell Amerika | DW | 23.07.2019
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USA

Online-Konzerne im Visier der US-Kartellwächter

Das US-Justizministerium will die Wettbewerbspraktiken von Online-Unternehmen untersuchen. Es soll sich nach einem Medienbericht um Konzerne wie Google, Facebook und Amazon handeln.

Die Untersuchung richte sich gegen führende Suchmaschinenanbieter, soziale Netzwerke und Onlinehändler, erklärte das Ministerium. Untersucht werden soll, ob und wie die betreffenden Digitalunternehmen mit ihren Praktiken den Wettbewerb unterdrücken, Innovationen behindern oder auf andere Weise den Verbrauchern schaden.

Wie das "Wall Street Journal" erfahren haben will, sollen unter anderem Facebook, Amazon, Google und Apple unter die Lupe genommen werden. In Europa stehen Google und Amazon schon seit längerem im Mittelpunkt von Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission.

Trump-Gegner aus dem Silicon Valley

Amerikanischen Behörden wurde bislang oft vorgeworfen, Tech-Konzernen gegenüber zu lasch zu sein. Allerdings hat die Eröffnung einer US-Wettbewerbsuntersuchung zum jetzigen Zeitpunkt auch einen politischen Beigeschmack. Präsident Donald Trump wirft unter anderem Facebook und Google vor, Stimmen aus dem konservativen Lager zu unterdrücken.

Washington US-Justizministerium (picture-alliance/dpa/J. Lo Scalzo)

Wittert unseriöse Praktiken bei Internetkonzernen: das US-Justizministerium in Washington

Das Silicon Valley gilt traditionell als größtenteils liberal. Eine Kartelluntersuchung im Präsidentschaftswahlkampf 2020 könnte den Druck auf die Plattformen verstärken, Trumps Anhängern mehr Platz einzuräumen. Amazon war ebenfalls häufiges Ziel von Trumps Attacken. Amazons Gründer und Chef Jeff Bezos gehört die Tageszeitung "Washington Post", die Trump kritisch gegenübersteht.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits Ende Mai gemeldet, dass das Justizministerium eine Kartelluntersuchung gegen Google, Amazon, Apple und Facebook einleiten wolle.

cgn/rb (afp, dpa, rtr)

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