Offene Türen in Österreich ab Mitte Mai | Aktuell Europa | DW | 23.04.2021
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COVID-19

Offene Türen in Österreich ab Mitte Mai

"Vorhang auf" für die Kultur - und auch für praktisch alle anderen Branchen. Österreich setzt trotz anhaltender Corona-Krise auf einen Neustart. In Wien ist von "Vorfreude" die Rede.

Österreich | Bundeskanzler Sebastian Kurz

Österreichs Kanzler Kurz setzt auf Öffnungen und Impfungen

In Österreich dürfen ab 19. Mai praktisch alle wegen der Corona-Krise heruntergefahrenen Branchen einen Neustart wagen. Das kündigte Kanzler Sebastian Kurz an. Zentrale Säule ist ein Schutzkonzept, bei dem Zutrittstest für Gastronomie, Hotellerie, Sport und Kultur im Mittelpunk stehen.

Noch mehr Freiheiten im Juli

"Diese Öffnungsschritte erfolgen mit strengen Sicherheitskonzepten, aber sie erfolgen", sagte Kurz in Wien. Er hoffe darauf, dass weitere Erleichterungen zum Beispiel für die Nachtgastronomie, für Hochzeitsfeiern und für Vereinsfeste ab 1. Juli folgen könnten.

Es sei angesichts dieser Pläne mit einer wieder steigenden Anzahl Corona-Infektionen zu rechnen, räumte Kurz ein. Es sei aber auch davon auszugehen, dass dank der Impfungen die Situation  beherrschbar bleibe. "Da liegt schon eine gewisse Vorfreude in der Luft", so Vize-Kanzler Werner Kogler. Es sei der Regierung wichtig, eine positive Perspektive zu geben und für Planbarkeit zu sorgen.

Deutsche Urlauber willkommen

Auch die Deutschen, die Urlaub in Österreich machen wollen, können laut Regierung wieder planen. Die Quarantänepflicht gelte nur noch für Hochrisikogebiete. Für Einreisen aus Deutschland reichen ansonsten ein negativer Test oder der sogenannte grüne Pass.

Konkret sind Veranstaltungen mit Schutzkonzept von bis zu 3000 Menschen im Freien ab 19. Mai wieder möglich. Für Innenräume gilt eine Obergrenze von 1500 Personen. Sperrstunde in der Gastronomie und in der Kultur und beim Sport sei 22 Uhr.

Stadt Wien - Kahlenberg

Wie in Wien hofft man auch in vielen anderen österreichischen Städten wieder auf Touristen

Österreich hat auch im weltweiten Vergleich ein besonders breites Test-Angebot ausgerollt. Die wöchentlich millionenfachen Tests waren und sind ein Rückgrat der Corona-Strategie. In der Corona-Krise waren die Zahlen der Neuinfektionen zuletzt etwas gefallen. Auch der Druck auf den Intensivstationen nahm ab. Insgesamt liegt die Sieben-Tage-Inzidenz mit rund 180 aber immer noch deutlich über dem deutschen Wert von 164.

Laut Experten ist eine Hauptquelle der Ansteckungen der private Bereich. Die Wirtschaft hatte massiv auf das Öffnen auch der Gastronomie und der Hotellerie gedrängt. Der Handel und viele Dienstleister haben - bis auf mehrwöchige Ausnahmen in drei östlichen Bundesländern - bereits seit Anfang Februar geöffnet.

haz/uh (dpa)

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