Notre-Dame immer noch einsturzgefährdet | Aktuell Europa | DW | 04.06.2019
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Katastrophe

Notre-Dame immer noch einsturzgefährdet

Die Pariser Kathedrale Notre-Dame, die bei einem verheerenden Feuer im April schwer beschädigt wurde, ist längst noch nicht gerettet. Der Chef-Architekt warnt, dass das Gewölbe der Kirche jederzeit zusammenfallen könnte.

Frankreich Paris | Wiederaufbau Kathedrale Notre-Dame de Paris (Getty Images/AFP/B. Guay)

Das demolierte Wahrzeichen soll innerhalb von fünf Jahren wieder restauriert werden

"Heute kann man nicht absolut garantieren, dass das Baudenkmal stehenbleibt", führte Philippe Villeneuve, Chef-Architekt für historische Bauwerke in Frankreich, aus. In einem Interview der Zeitung "Le Figaro" erläuterte er, bislang habe man Glück gehabt, weil das Gebäude stabil sei. "Aber das Gewölbe könnte nächste Woche genauso gut einstürzen", warnte er.

Frankreich Paris | Wiederaufbau Kathedrale Notre-Dame de Paris (Reuters/P. Lopez)

Den Schutt im Inneren der Kathedrale zu beseitigen, hat wochenlang gedauert

Zur Zeit arbeiten nach seinen Worten rund 150 Menschen an der Restauration des weltberühmten Pariser Wahrzeichens. Die Untersuchung zur Brandursache dauere weiterhin an. An Spekulationen darüber, was das Feuer ausgelöst haben könnte, wollte sich der Experte nicht beteiligen. "Es hätte viel schlimmer kommen können und in gewisser Weise sind die Schäden begrenzt worden", urteilte er. In den vergangenen Wochen habe man bereits viel geschafft.

Frankreich Paris | Wiederaufbau Kathedrale Notre-Dame de Paris (Getty Images/AFP/T. Samson)

An vielen Stellen muss das Mauerwerk mit Stahlgerüsten abgesichert werden

In der Kathedrale war Mitte April ein Feuer ausgebrochen - das Dach wurde fast vollständig zerstört, der Vierungsturm stürzte ein. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron versprach, Notre-Dame innerhalb der nächsten fünf Jahre wiederaufzubauen.

Chef-Baumeister Villeneuve hält das durchaus für möglich. Allerdings habe man bereits vor dem Brand an der Restaurierung der Kathedrale gearbeitet, denn an vielen Stellen bröckelte die Bausubstanz. Die komplette Restaurierung des Touristenmagnets werde daher viel länger dauern, prognostizierte er.

uh/qu (dpa)

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