Norweger soll neuer UN-Sondergesandter für Syrien werden | Aktuell Welt | DW | 31.10.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Syrien

Norweger soll neuer UN-Sondergesandter für Syrien werden

Staffan De Mistura wird Ende November nach mehr als vier Jahren erfolgloser Vermittlungsbemühungen im Syrienkonflikt sein Amt als UN-Syriengesandter aufgeben. Nachfolger soll der Diplomat Geir Pedersen werden.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres schrieb in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat, er wolle Geir Pedersen zum Nachfolger des scheidenden Syriengesandten de Mistura ernennen. Er habe umfassende Konsultationen unter anderem mit der syrischen Regierung geführt, schrieb Guterres. Der Norweger solle im Syrienkonflikt eine "glaubwürdige politische Lösung" ermöglichen, die den demokratischen Bestrebungen des syrischen Volkes gerecht werde. Pedersen ist derzeit Norwegens Botschafter in China und war in der Vergangenheit der Vertreter des skandinavischen Landes bei der UNO.

Der UN-Gesandte für Syrien Staffan de Mistura kommt zur ersten Sitzung des Syrien-Friedens-Abkommens (Getty Images/AFP/K. Kudryavtsev)

Staffan de Mistura bei der ersten Sitzung des Syrien-Friedens-Abkommens im Januar 2017

De Mistura hatte Mitte Oktober seinen Rücktritt angekündigt. Vor de Mistura hatten bereits der ehemalige algerische Außenminister Lakhdar Brahimi und Ex-UN-Generalsekretär Kofi Annan als Syrien-Sondergesandte vergeblich nach Auswegen aus dem blutigen Konflikt gesucht.

360.000 Menschen getötet

Die UN verlangen die Aufstellung eines aus Syrern bestehenden Verfassungskomitees für das Bürgerkriegsland. Das Komitee, das eine neue Verfassung erarbeiten soll, ist Teil eines Konzepts zur Befriedung Syriens. Deutschland, Frankreich, Russland und die Türkei unterstrichen am Wochenende die Notwendigkeit, das Komitee bis Ende des Jahres aufzustellen.

Seit Beginn des Bürgerkriegs 2011 sind 360.000 Menschen getötet worden, Millionen sind geflüchtet. Syriens Machthaber Baschar al-Assad kämpft mit russischer und iranischer Hilfe gegen Rebellen und Terrorgruppen. Inzwischen hat Assad die Kontrolle über große Teile des Landes zurückgewonnen. 

ni/ww (afp/epd)

Die Redaktion empfiehlt