Norwegen - Oslo Kaffebar | Planet Berlin - der Weltreiseführer für Deutschlands lebendige Metropole | DW | 15.05.2019
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Planet Berlin

Norwegen - Oslo Kaffebar

Kristian Moldskred setzt auf puren Kaffeegenuss. Der Besuch lohnt auch optisch: Die Oslo Kaffebar befindet sich im preisgekrönten Felleshus in Tiergarten, dem Gemeinschaftssitz der nordischen Botschaften.

Felleshus bedeutet im Norwegischen "Gemeinschaftshaus". Der imposante Bau der Architekten Berger und Parkkinen am Tiergarten mit der geschwungenen, türkisfarbenen Kupferfassade ist der gemeinsame Botschaftssitz der Länder Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland und Island. Mit diversen Veranstaltungen, Ausstellungen und einer Kantine mit abwechslungsreicher Mittagskarte heißt er Besucher jederzeit willkommen.

Hier findet sich auch die Oslo Kaffebar des Norwegers Kristian Moldskret. Die helle Theke der Felleshus-Architekten und die pastellfarbenen Hocker von Designer Sigurd Larsen ergänzen ideal das Konzept des Hauses mit rauen Betonwänden und hellem Ahornholz. 2014 zunächst als Popup-Store gestartet, ist die Kaffebar nun permanent vor Ort. Guter Kaffee, erklärt Kristian Moldskret, hänge von vielen Faktoren ab, besonders aber von der Wasserqualität: "An zwei Orten kann man niemals den gleichen Kaffee kochen, norwegisches Bergwasser ist völlig anders als das aus der Berliner Leitung."

Norwegen: Oslo Kaffebar im Felleshus - Für die 360°-Ansicht bewegen Sie den Mauszeiger oder den Finger.

Kaffeegenuss der dritten Welle

Ein Filterkaffee besteht immerhin zu 98 Prozent aus Wasser. Aber Hauptsache sind die Kaffeebohnen, die Kristian Moldskred von nachhaltig arbeitenden afrikanischen Kaffeebauern bezieht. Je eine Sorte verwendet er für Filterkaffee und eine für Espresso. Die grünen Bohnen rösten er und sein Team selbst und verarbeiten sie zu leckeren Kaffeespezialitäten. Kristian Moldskred, der aus einem kleinen Dorf an der norwegischen Westküste stammt, kam im Jahr 2000 zum ersten Mal nach Berlin. Bis er 2009 endgültig in die deutsche Hauptstadt zog, lebte er in Bergen, Oslo, Barcelona, Brüssel und besuchte in Boston eine Schule für Unternehmensgründer.

2010 machte er sich mit seinem ersten Café in Prenzlauer Berg selbstständig. "Das war einer der ersten so genannten 'third wave coffee shops' in Berlin", erzählt Kristian Moldskred - also ein Café, das sich mit sorgfältiger Herstellung und Zutatenwahl von der Masse der großen Caféketten der "zweiten Welle" absetzen will. Zwei Jahre später eröffnete er dann gemeinsam mit seinen Geschäftspartnern Steve Morris und Benjamin Mosse den Stammsitz der Oslo Kaffebar am Nordbahnhof in Berlin Mitte - und überzeugte mit dem Konzept auch die nordischen Botschaften.

Autorin: Anima Müller

OSLO KAFFEBAR IM FELLESHUS
Rauchstr. 1
10787 Berlin-Tiergarten

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