Nigerias Präsident Buhari will 2019 erneut kandidieren | Aktuell Afrika | DW | 09.04.2018
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Wahlkampf in Nigeria

Nigerias Präsident Buhari will 2019 erneut kandidieren

Über sein Schicksal und seine Zukunft war immer wieder spekuliert worden. Jetzt hat Nigerias Präsident sich endlich geäußert: Er will die Geschicke des Landes weiterhin selbst in die Hand nehmen.

Ungeachtet von Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und Rücktrittsforderungen will der nigerianische Präsident Muhammadu Buhari bei den Wahlen 2019 erneut kandidieren. Das kündigte der 75-Jährige während einer Klausurtagung der Regierungspartei an, wie einer seiner Sprecher mitteilte.

Lange Abwesenheiten wegen angeschlagener Gesundheit

Buhari war im vergangenen Jahr mehrere Male in Großbritannien im Krankenhaus. Kritiker hatten den Rücktritt des gesundheitlich angeschlagenen Präsidenten gefordert. Seine Entscheidung, erneut anzutreten, sei die Antwort auf den "Ruf des Volkes", teilte der Sprecher weiter mit. Anfang 2017 war Buhari für zwei Monate zur Behandlung nach London gereist. Im Mai flog er erneut nach London und kehrte erst nach drei Monaten zurück. Welche Krankheit behandelt wurde, wurde nicht bekannt. Es wurde jedoch darüber spekuliert, dass Buhari an Prostatakrebs erkrankt sein könnte. Im Mai 2017 ließ Vizepräsident Yemi Osinbajo lediglich "allen Nigerianern versichern, dass es keinen Grund zur Sorge gibt".

Die Parlaments- und Präsidentenwahl in dem westafrikanischen Land soll am 16. Februar 2019 stattfinden. Im Falle einer Wiederwahl würde der seit 2015 amtierende Buhari weitere vier Jahre im Amt bleiben.

Als ehemaliger General der nigerianischen Streitkräfte war Buhari bereits von 1983 bis 1985 Staatsoberhaupt seines Landes. Bei der letzten Präsidentschaftswahl im März 2015 trat er gegen den damals amtierenden Präsidenten Goodluck Jonathan an und gewann als Kandidat der Partei All Progressives Congress. Er wurde unterstützt durch seinen jetzigen Vizepräsidenten Osinbajo. Am 29. Mai 2015 wurden Buhari und Osinbajo in ihrem Amt als Präsident bzw. Vizepräsident vereidigt.

Große wirtschaftliche Probleme ungelöst

Buhari steht seit längerem nicht nur wegen seiner langen Abwesenheiten in der Kritik. Nigeria, das bevölkerungsreichste Land Afrikas und der grösste Ölproduzent des Kontinents, verzeichnete jüngst den schwersten wirtschaftlichen Einbruch seit 25 Jahren. Zudem gelingt es Buhari trotz wiederholten Beteuerungen nicht, die Sicherheitslage in dem von der islamistischen Terrormiliz Boko Haram bedrohten Norden des Landes substanziell zu verbessern.

Gegen wen Buhari bei einer neuerlichen Nominierung durch die Regierungspartei All Progressive Congress antreten wird, ist noch unklar.

as/sti (dpa, afpe, rtre, ape)

 

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