Nielsen holt Etappensieg | Sport | DW | 22.07.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Tour de France

Nielsen holt Etappensieg

Der Däne Magnus Cort Nielsen gewinnt die 15. Etappe der Tour de France im finalen Sprint in Carcassonne vor Jon Izaguirre und Bauke Mollema. Damit beschert er dem Radteam Astana den zweiten Tageserfolg nacheinander

Die Top-Favoriten um Chris Froome schonten hingegen ihre Kräfte für die Pyrenäen. An einem Wochenende der Ausreißersiege für das Team Astana haben sich die Anwärter auf das Gelbe Trikot zurückgehalten und bei der 105. Tour de France den Fahrern aus der zweiten Reihe die große Bühne überlassen. Erst der Spanier Omar Fraile, jetzt der Däne Magnus Cort Nielsen - sie nutzten die seltene Gelegenheit und sicherten sich und der kasachischen Astana-Mannschaft die Tagessiege auf den Etappen 14 und 15.

Wie schon am Samstag bestimmten auch auf der 15. Etappe über 181,5 km nach Carcassonne die Ausreißer das Geschehen. Eine fast 30-köpfige Gruppe um Weltmeister Peter Sagan (Slowakei/Bora-hansgrohe) und Geschkes deutschen Teamkollegen Nikias Arndt (Buchholz) setzte sich ab. Ihr wurde annähernd so viel Vorsprung eingeräumt wie jener am Samstag, die ein etwa 20-minütiges Polster herausgefahren hatte. 

Dominante Ausreißer 

Die Entscheidung um den Etappensieg fiel nach der Abfahrt vom Pic de Nore, der letzten Hürde vor dem Ziel in Carcassonne. Aus der stark verkleinerten Gruppe machte ein Trio den Sieg im Sprint unter sich aus. Dabei hatte Tour-Debütant Cort Nielsen die meisten Kraftreserven. Das Gefühl eines Tour-Etappensiegs hatte am Samstag auch Geschke noch einmal spüren wollen. Fast exakt drei Jahre nach seinem Überraschungserfolg auf der Alpenetappe nach Pra-Loup war der harte Kampf des 32-Jährigen aber vergebens. "Der Traum war in greifbarer Nähe", sagte Geschke: "Leider waren ein paar stärker als ich. Wenn man in so einer Situation ist, will man die Etappe auch gewinnen."

Sunweb-Profi Simon Geschke konzentrierte sich nach dem Versuch, den Tagessieg der 14. Etappe zu holen, wieder auf die gewohnte Rolle als Helfer des Podestkandidaten Tom Dumoulin. Der Niederländer bleibt vor den Hochgebirgsetappen der Schlusswoche als Gesamtdritter erster Verfolger der führenden Sky-Doppelspitze Geraint Thomas und Froome.

Die "Big Three" der 105. Frankreich-Rundfahrt belauerten sich auf dem hügeligen Gelände im Süden Frankreichs, verzichteten auf Angriffe. Das Ziel am Sonntag erreichten sie mit rund 13 Minuten Rückstand. Thomas liegt im Maillot jaune 1:39 Minuten vor Froome. Dumoulins Rückstand in der Gesamtwertung beträgt 1:50 Minuten.

Am Montag steht in Carcassonne der zweite und letzte Ruhetag der Rundfahrt an. Froome, Thomas und Co. können nochmals Energie für den finalen Kraftakt in den Pyrenäen tanken. Dort wird die Entscheidung über den Gesamtsieg fallen.

mrl/cc (sid, dpa)
 

 

Die Redaktion empfiehlt