News kompakt: Trump will Status von Flüchtlingen prüfen
25. November 2025
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump plant laut einem Medienbericht eine umfassende Überprüfung des Flüchtlingsstatus zahlreicher in den USA lebender Menschen. Damit solle sichergestellt werden, "dass Flüchtlinge keine Gefahr für die nationale oder öffentliche Sicherheit darstellen", berichtete der Sender CNN unter Berufung auf ein internes Behördendokument sowie eine mit dem Vorgang vertraute Quelle.
Betroffen seien demnach Personen, die während der Amtszeit von Trumps demokratischem Vorgänger Joe Biden - also zwischen 2021 und 2025 - in die USA eingereist sind. In dieser Zeit hätten rund 235.000 Menschen über das betreffende Programm Schutz gesucht. Die Trump-Regierung verschärft seit ihrem Amtsantritt ihr Vorgehen gegen Migranten, nicht nur gegen Personen ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung. Insbesondere auch Flüchtlinge aus Krisenstaaten wie Venezuela oder Haiti geraten zunehmend in den Fokus der Behörden.
US-Gericht weist Anklage gegen Ex-FBI-Direktor Comey ab
Ein US-Bundesgericht hat die Anklage gegen den ehemaligen FBI-Direktor und Trump-Kritiker James Comey abgewiesen. Das Gericht erklärte, die zuständige Staatsanwältin Lindsey Halligan sei vom Justizministerium unrechtmäßig eingesetzt worden. Laut Weißem Haus will das Justizministerium in Kürze Berufung einlegen. Halligans Vorgänger hatte nach Angaben der "Washington Post" entschieden, dass die Beweise für eine Anklage nicht ausreichen, und wurde anschließend von der Trump-Regierung aus dem Amt gedrängt.
Comey begrüßte die Entscheidung und betonte, ein Präsident dürfe das Justizministerium nicht zur Verfolgung politischer Gegner nutzen. Comey war 2013 vom damaligen Präsidenten Barack Obama zum FBI-Direktor ernannt worden und leitete später unter Präsident Trump die Ermittlungen zu russischer Einflussnahme auf die US-Wahl 2016.
Tote nach pakistanischem Angriff auf Afghanistan
Bei einem Angriff pakistanischer Streitkräfte in Afghanistan sind nach Angaben der radikalislamischen Taliban mindestens zehn Menschen getötet worden. Eine Stellungnahme des pakistanischen Militärs oder des Außenministeriums lag zunächst nicht vor. Die Attacken erfolgten einen Tag nach zwei Selbstmordanschlägen im pakistanischen Peshawar, bei denen drei paramilitärische Kräfte getötet worden waren.
Die Spannungen zwischen beiden Ländern hatten zuletzt zugenommen: Im Oktober waren bei Gefechten zwischen pakistanischen und afghanischen Streitkräften Dutzende Menschen getötet worden. Ein daraufhin im katarischen Doha vereinbarter Waffenstillstand und spätere Gespräche in der Türkei brachten keine dauerhafte Einigung.
Amnesty International prangert Gräueltaten im Sudan an
Menschenrechtler haben weitere Berichte über Gräueltaten im sudanesischen Al-Faschir zusammengetragen. Bei der Einnahme der Stadt Ende Oktober erschossen Kämpfer der RSF-Miliz laut Zeugenaussagen ganze Gruppen von unbewaffneten Männern, wie die Organisation Amnesty International mitteilte. Etliche Personen wurden demnach als Geiseln genommen, Dutzende Frauen und Mädchen wurden vergewaltigt. Interviewte Überlebende sprechen von einem "Massaker". Die Welt dürfe angesichts des brutalen Angriffs der sogenannten Rapid Support Forces nicht wegschauen, erklärte Amnesty-Generalsekretärin Agnès Callamard. Es handele sich um Kriegsverbrechen.
Im Sudan tragen die RSF-Miliz und die reguläre Armee seit mehr als zweieinhalb Jahren einen erbitterten Machtkampf aus. Der Konflikt in dem nordostafrikanischen Land hat eine der schwerwiegendsten humanitären Katastrophen der jüngeren Vergangenheit ausgelöst. Die RSF hatte am Montagabend eine dreimonatige humanitäre Waffenruhe ausgerufen. Dies geschehe aufgrund der internationalen Bemühungen insbesondere von US-Präsident Donald Trump, erklärte RSF-Anführer Mohammed Hamdan Daglo. Die Feuerpause ist offenbar einseitig: Der sudanesische Armeechef Abdel Fattah al-Burhan hatte einen ähnlichen Vorschlag am Sonntag abgelehnt.
UN-Organisation startet Kampagne gegen Gewalt an Frauen
Die Frauenorganisation der Vereinten Nationen hat die Politik zu mehr Engagement gegen Gewalt aufgerufen. Frauen und Mädchen müssten sowohl im öffentlichen als auch im digitalen Raum besser geschützt werden, betonte UN Women zum Start der weltweiten Kampagne "Orange the World" an diesem Dienstag. Im Zuge der 16-tägigen Aktion setzen zahlreiche Vereine und Institutionen sichtbare Zeichen wie etwa orangefarbene Beleuchtung oder Fahnen mit der Aufschrift "Stopp Gewalt". An der Kampagne beteiligen sich unter anderem Bundesministerien, Kirchen und der Deutsche Fußball-Bund. Der 25. November war von den Vereinten Nationen 1999 zum Internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen erklärt worden.
UN Women Deutschland verwies auf einen erst vor wenigen Tagen veröffentlichten Lagebericht des Bundeskriminalamtes (BKA). Demnach wurden in der Bundesrepublik im vergangenen Jahr 187.000 Frauen und Mädchen Opfer häuslicher Gewalt. Das entspricht einem Anstieg um fast vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Musikwelt trauert um Reggae-Legende Jimmy Cliff
Mit großer Trauer hat die internationale Musikszene auf den Tod der Reggae-Ikone Jimmy Cliff reagiert. Der Sänger aus Jamaika starb im Alter von 81 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung, wie seine Witwe mitteilte. Während seiner mehr als vier Jahrzehnte langen Karriere verband Cliff den Reggae seines Heimatlandes mit Elementen aus Folk, Soul und Rock. Häufig behandelte er Themen wie Armut und soziale Ungerechtigkeit. Zu seinen größten Hits zählt der Song "You Can Get It If You Really Want". Der als James Chambers geborene Musiker gewann zwei Grammys, 2010 wurde er in die "Rock and Roll Hall of Fame" aufgenommen.
Bekannt wurde Cliff bereits in den 1970er Jahren mit dem Film "The Harder They Come", in dem er einen jungen Reggae-Musiker spielte. Der Film brachte den jamaikanischen Musikstil einem weltweiten Publikum nahe. Jamaikas Premierminister Andrew Holness würdigte Cliff als "kulturellen Giganten, dessen Musik der Welt das Herz unserer Nation nahebrachte".
pgr/gri/wa/jj (dpa, afp, rtr, kna, epd)
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