Nationalmannschaft erneut ohne Mario Götze | Sport | DW | 22.05.2019
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Kadernominierung

Nationalmannschaft erneut ohne Mario Götze

Trotz guter Leistungen in der Bundesliga fehlt Mario Götze im Kader für die beiden anstehenden EM-Qualifikationsspiele. Das Signal scheint klar: Bundestrainer Joachim Löw setzt auf andere Offensivspieler.

Mario Götze steht bei Joachim Löw auch nach einer starken Bundesliga-Rückrunde im Trikot von Borussia Dortmund weiter im Abseits. Der Bundestrainer verzichtete bei der Nominierung für die EM-Qualifikationsspiele am 8. Juni in Minsk gegen Weißrussland und drei Tage später in Mainz gegen Estland erneut auf den WM-Finaltorschützen von 2014.

Das Signal scheint klar: In Löws neuem Offensiv-System mit extrem schnellen Angreifern wie Leroy Sané, Serge Gnabry oder Timo Werner ist für Götze in Richtung EM 2020 kein Platz. Hinter den Spitzen gilt der 19 Jahre alte Leverkusener Kai Havertz inzwischen als Mann der Zukunft. Götzes Vereinskollege Marco Reus, der wahrscheinlich zum BVB wechselnde Julian Brandt oder Julian Draxler kämen auch in Frage.

Löw: "Spannender Prozess"

Der erst 26-jährige Götze bestritt sein letztes von bislang 63 Spielen für Deutschland vor anderthalb Jahren beim 2:2 in Köln gegen Frankreich. Löw hatte ein Comeback stets an die Voraussetzung geknüpft, dass Götze im Verein wieder regelmäßig spiele und seine Form wiederfinde. Das ist geschehen - die Belohnung aber gibt es vom Bundestrainer auch zum Saisonende nicht. "Wir haben ein neues Kapitel aufgeschlagen, unsere Mannschaft durchläuft einen spannenden Prozess", ließ der Bundestrainer auf der Internetseite des DFB wissen. Im März hatte Löw das Weltmeistertrio Thomas Müller, Mats Hummels und Jérôme Boateng vom FC Bayern aussortiert.

WM 2014 Finale Deutschland Argentinien Einwechslung Götze (picture-alliance/dpa)

WM-Finale 2014 gegen Argentinien: Löw wechselt den späteren Siegtorschützen ein

Neuer unter Beobachtung

In den Länderspielen zum Abschluss einer sportlich wechselvollen Umbruchsaison muss Löw ohne Torwart Marc-André ter Stegen (Knieprobleme) und Mittelfeldspieler Toni Kroos (muskuläre Probleme) auskommen. Das Spanien-Duo soll seine Blessuren in einem längeren Urlaub auskurieren. Gerade bei Real-Profi Kroos sei ihm "wichtig, dass er zum Start in die EM-Saison wieder topfit ist", sagte Löw. Ein Sonderfall ist Manuel Neuer: Der Kapitän führt das 22-köpfige Aufgebot trotz seiner mehrwöchigen Pause wegen einer Wadenverletzung an. Die Einladung des 33 Jahre alten Torwarts sei wegen der ungeklärten Fitness aber mit einem "vorläufig" versehen, so Löw: "Bei Manu, den wir zunächst nominiert haben, werden wir abwarten, wie der Heilungsprozess in den nächsten Tagen voranschreitet."

Ziel: Zwei Siege

Neuer plant seine Rückkehr ins Münchner Tor beim DFB-Pokalfinale an diesem Samstag in Berlin gegen RB Leipzig. Der DFB-Kader versammelt sich gut eine Woche später am 2. Juni zur Länderspielvorbereitung in Venlo in den Niederlanden. Nach dem eindrucksvollen 3:2 gegen die Niederlande im Hinspiel zu Beginn der EM-Qualfikation machte Löw eine klare Zielvorgabe für die Partien gegen Weißrussland und Estland: "Alles andere als sechs Punkte wären eine Enttäuschung."

Das ist Löws Kader für die beiden Länderspiele:

Tor:  Manuel Neuer (FC Bayern), Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt), Bernd Leno (FC Arsenal)

Abwehr: Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Marcel Halstenberg (RB Leipzig), Jonas Hector (1. FC Köln), Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain), Lukas Klostermann (RB Leipzig), Nico Schulz (TSG Hoffenheim), Niklas Stark (Hertha BSC), Niklas Süle (FC Bayern), Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen)

Mittelfeld/Sturm: Julian Brandt (Bayer 04 Leverkusen), Julian Draxler (Paris Saint-Germain), Serge Gnabry (FC Bayern) Leon Goretzka (FC Bayern), Ilkay Gündogan (Manchester City), Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen), Joshua Kimmich (FC Bayern), Marco Reus (Borussia Dortmund), Leroy Sané (Manchester City), Timo Werner (RB Leipzig)

sn/jk (dpa)

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