Nafta-Abkommen: Zwei oder doch drei Partner? | Wirtschaft | DW | 29.09.2018
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Freihandelszone

Nafta-Abkommen: Zwei oder doch drei Partner?

Die USA und Mexiko haben überraschend die Präsentation ihres im August erreichten Handelsabkommens verschoben. Offenbar soll Kanada doch noch ins Boot geholt werden.

Mexikos Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo sagte, die Veröffentlichung des vereinbarten Textes zum nordamerikanischen Freihandelsabkommen (Nafta) sei verschoben worden, weil die USA und Kanada noch einmal ernsthaft versuchten, sich zu einigen. In den kommenden 48 Stunden werde sich zeigen, ob das neue Abkommen trilateral sein werde oder nur für die USA und Mexiko gelte.

Zwingende Fristen

Der Text muss spätestens am Sonntagabend veröffentlicht werden, damit er noch am 30. November von US-Präsident Donald Trump und dem scheidenden mexikanischen Präsidenten Enrique Pena Nieto unterzeichnet werden kann. Am 1. Dezember tritt dessen gewählter Nachfolger Andres Manuel Obrador sein Amt an. Dieser sagte vor Reportern in Mexiko-Stadt, er werde darauf bestehen, dass alle drei Länder Teil des Nafta bleiben.

USA wollen keine Handelsdefizite mehr

Das Nafta-Abkommen war 1994 unter den drei Ländern abgeschlossen worden und regelt eine der drei größten Freihandelszonen der Welt. Es betrifft fast 500 Millionen Menschen und deckt ein Gebiet mit einer Wirtschaftsleistung von knapp 23 Billionen Dollar ab. Das Handelsvolumen der USA mit den beiden Nachbarn hat sich seit 1994 auf 1,3 Billionen Dollar fast vervierfacht.

Trump hatte das Abkommen infrage gestellt und Neuverhandlungen durchgesetzt. Diese gerieten wiederholt ins Stocken. Der US-Präsident sieht den Freihandel mit den Nachbarstaaten kritisch, weil es aus Sicht der USA mit beiden Ländern ein erhebliches Handelsdefizit gibt.

fab/nob (dpa, rtr)

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