Mit Manuel Neuer im Tor gegen Österreich | Fußball | DW | 01.06.2018
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Vor dem Testspiel

Mit Manuel Neuer im Tor gegen Österreich

Das lange Warten hat ein Ende: Im letzten Testspiel der DFB-Elf vor der Bekanntgabe des endgültigen Kaders kehrt Manuel Neuer gegen Österreich ins Tor zurück. Alle Wackelkandidaten stehen unter Löws Beobachtung.

An diesem Samstagabend in Klagenfurt ist es also so weit: Nationalmannschafts-Kapitän Manuel Neuer wird beim Länderspiel in Österreich (18:00 Uhr MESZ, ab 17:45 Uhr im DW-Audio-Livestream) nach 259 Tagen Verletzungspause sein Pflichtspiel-Comeback geben. Der Münchner hatte seit September wegen eines Mittelfußbruchs pausieren müssen. "Bei Manuel Neuer läuft alles nach Plan. Wenn alles okay ist, wird er von Anfang an spielen", sagte Bundestrainer Joachim Löw auf der DFB-Pressekonferenz im Trainingslager in Südtirol.

Sollte Neuer diesen Härtetest bestehen, wird er auch als Torhüter Nummer eins zur WM nach Russland reisen. "Die finale Entscheidung fällt am Sonntagabend", sagte Löw, dem bereits ein wenig vor Montag graut. Dann nämlich muss der Bundestrainer seinen vorläufigen Kader reduzieren und vier der 27 Profis mitteilen, dass sie nicht dabei sind und nach Hause fahren. "Für den einen oder anderen Spieler bricht natürlich dann erstmal eine Welt zusammen, weil er vorher soviel investiert hat, um dabei zu sein", sagte Löw verständnisvoll, der am Montagmorgen die entscheidenden Gespräche mit den betroffenen Spielern führen will.

WM 2018 - Trainingslager Deutschland - Pressekonferenz (picture alliance / Christian Charisius/dpa)

Keine schöne Aufgabe für den Bundestrainer: Joachim Löw muss noch vier seiner Spieler nach Hause schicken

Wen es treffen könnte, wollte Löw nicht verraten, nur so viel: "Mit Jerome Boateng oder Mats Hummels und Joshua Kimmich werde ich mit Sicherheit nicht sprechen müssen." Zudem lobte Löw Marco Reus ganz besonders. Der Dortmunder sei ein hervorragender Spieler mit großartiger Ballbehandlung, der immer in der Lage sei, etwas Überraschendes zu schaffen. Vom Spiel gegen Österreich, bei dem Löw alle Wechselmöglichkeiten ausschöpfen möchte, werde bei den Wackelkandidaten nicht alles abhängen, aber "es spielt in die Entscheidung rein. Der Eindruck ist nicht unwichtig", so Löw. Nils Petersen sicherte er dessen ersten Länderspieleinsatz zu.

Foda: "Große Teams unter Druck zu setzen"

Franco Foda (picture-alliance/dpa/J. Gruber)

Franco Foda setzt auf Ballbesitz und Flexibilität

Das Gerüst bei den Österreichern, die die WM-Teilnahme verpassten, bilden einige Spieler, die aus der Bundesliga bekannt sind: David Alaba vom FC Bayern München, der Augsburger Martin Hinteregger, Leverkusens Julian Baumgartlinger und Schalkes Guido Burgstaller sind neben anderen alten Bekannten dabei. zuletzt schaffte die ÖFB-Auswahl ein 1:0-Sieg im Testspiel gegen WM-Gastgeber Russland. An der Seitenlinie steht ein Deutscher: Franco Foda, früher Profi unter anderem beim VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen und dem 1. FC Kaiserslautern, danach jahrelang erfolgreicher Trainer bei Sturm Graz in der österreichischen Bundesliga. Foda möchte von seinem Team ein mutiges Spiel sehen: "Wir müssen uns zutrauen, auch große Teams unter Druck zu setzen", sagte er im "Kicker".

Löw wird sich freuen, das zu hören. Schließlich will er seinen Kader-Anwärtern bei wettkampfähnlichen Bedingungen auf den Zahn fühlen. Auf eine weitere Beobachtung der Stammspieler Hummels und Thomas Müller verzichtet er. Die beiden Bayern-Profis reisen nicht mit nach Klagenfurt. "Beide haben viele Spiele gemacht. Da weiß ich, was sie können. Es ist gut, wenn sie den Kopf frei bekommen", sagte Löw. Ebenfalls nicht dabei sind Boateng, der noch im Aufbautraining ist, und Toni Kroos. Der Champions-League-Sieger von Real Madrid reist erst an diesem Samstag ins Trainingslager an.

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