Mindestens 26 Tote bei IS-Anschlag in Syrien | Aktuell Nahost | DW | 17.11.2017
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"Islamischer Staat"

Mindestens 26 Tote bei IS-Anschlag in Syrien

Der Terror der IS-Miliz macht auch vor Flüchtlingen nicht halt. Im Osten Syriens zündeten die Dschihadisten einen mit Sprengstoff beladenen Wagen mitten in einer Gruppe von Vertriebenen.

Nach Angaben der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bei dem Anschlag der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) mindestens 26 Menschen getötet worden. Unter den Toten sollen auch zehn Kinder sein.

Der Anschlag ereignete sich in der östlichen Provinz Deir as-Saur. Der Beobachtungsstelle zufolge waren die Vertriebenen auf dem Weg in ein Aufnahmelager in der Nachbarprovinz Hassaka im Nordosten des Landes. Der Anschlag wurde mit einer Autobombe an einem Kontrollpunkt der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) verübt.

Der IS in der Zange

In Deir as-Saur laufen derzeit zwei Offensiven zur Vertreibung des IS. Die syrischen Regierungstruppen werden dabei von Russland unterstützt, die kurdischen und arabischen Kräfte der SDF von den USA.

In der Rebellenhochburg Ost-Ghuta bei Damaskus wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle überdies am Freitag mindestens 19 Zivilisten durch Angriffe der Regierungstruppen getötet, darunter sechs Kinder. Bei Angriffen der Rebellen seien drei Zivilisten getötet worden.

In dem Gebiet hatten die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen in den vergangenen Tagen zugenommen. Laut Beobachtungsstelle wurden dabei seit Dienstag insgesamt 52 Zivilisten getötet.

Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netz von vielen Informanten in Syrien. Von unabhängiger Seite sind ihre Angaben aber nur schwer zu überprüfen.

haz/qu (afp, dpa)