Mindestens 22 Tote bei Anschlag in Afghanistan | Aktuell Asien | DW | 20.03.2020
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Terrorismus

Mindestens 22 Tote bei Anschlag in Afghanistan

Bei einem Angriff auf einen Stützpunkt in Süden wurden viele dort stationierte Sicherheitskräfte getötet. Die an Pakistan grenzende Provinz Sabul wird zu großen Teilen von den radikalislamischen Taliban kontrolliert.

Symbolbild Anschlag Afghanistan (imago/Xinhua)

Afghanischer Polizist in Sabul (Archivbild)

Der Überfall ereignete sich nach Angaben der Provinzregierung in der Nacht - nur wenige Stunden vor Beginn des persischen Neuen Jahres Nouruz. Ziel der Attentäter sei ein Stützpunkt von Polizei und Armee gewesen. Der Tatort liegt etwa 15 Kilometer von der Hauptstadt der Provinz Sabul entfernt an der Schnellstraße zwischen Kandahar und Kabul. Bislang hat sich niemand zu der Tat bekannt.

Sechs bei der Polizei eingeschleuste Angreifer hätten das Feuer auf ihre schlafenden Kameraden eröffnet. 14 Soldaten und zehn Polizisten seien getötet worden. Vier afghanische Sicherheitskräfte würden vermisst. Unklar ist nach Mitteilung des Provinzrates, ob die Vermissten sich den Angreifern angeschlossen haben oder sich vor ihnen verstecken.

Blutigster Angriff seit Ende Februar

Der Überfall erfolgte einen Tag nach der Ankündigung von Verteidigungsminister Asadullah Chalid, dass die afghanische Armee ihre rein defensive Haltung im Konflikt mit den militant-islamistischen Taliban aufgeben will.

Der Angriff ist einer der blutigsten seit dem Abkommen zwischen den USA und den Taliban, das beide Seiten Ende Februar unterzeichnet hatten. Die Vereinbarung regelt den Abzug von US-Truppen im Gegenzug für Sicherheitsgarantien der Taliban.

hf/AR (afp, dpa)

Die Redaktion empfiehlt