Millionen für die Friedenssicherung in Burkina Faso | Aktuell Welt | DW | 26.02.2019
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Westafrika-Reise

Millionen für die Friedenssicherung in Burkina Faso

Deutschland baut die finanzielle Hilfe für das vom islamistischen Terror erschütterte Burkina Faso weiter aus. Mit dem Geld sollen die Lebensverhältnisse im Land verbessert werden.

Deutscher Außenminister Heiko Maas in Burkina Faso (picture-alliance/dpa/M. Fischer)

Unter Kollegen: Außenminister Heiko Maas (l.) und Alpha Barry in Ouagadougou

Bei seinem Besuch in dem westafrikanischen Burkina Faso sagte Außenminister Heiko Maas 46 Millionen Euro zu. Mit dem Geld sollen die von Terrorismus und Kriminalität besonders betroffenen Regionen stabilisiert werden. Das Ziel seien verbesserte Lebensverhältnisse, um dem Terror den Nährboden zu entziehen. Außerdem soll der Ausbau der Polizei unterstützt werden. 

Seit drei Jahren terrorisieren Islamisten vor allem den an Mali und Niger grenzenden Norden des Landes. Seit 2016 wurden mehr als 200 Anschläge gezählt. Der Terror hat auch die Hauptstadt Ouagadougou erreicht. Vor einem Jahr kamen rund 30 Menschen ums Leben, als Terroristen die französische Botschaft, das französische Kulturinstitut und das Hauptquartier angriffen.

5000 Soldaten gegen den Terrorismus

Mehr als 80.000 Menschen sind inzwischen innerhalb des Landes auf der Flucht. Burkina Faso hat sich bereits 2014 mit vier anderen Ländern der Sahelzone südlich der Sahara zur sogenannten G5 zusammengeschlossen, um den Terror zu bekämpfen. Die EU unterstützt die Allianz, Deutschland hat dafür in den vergangenen zwei Jahren 28 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die G5 ist dabei, eine Eingreiftruppe mit 5000 Soldaten für den Kampf gegen die Dschihadisten aufzubauen.

Deutscher Außenminister Heiko Maas in Burkina Faso (Getty Images/AFP/I. Sanogo)

Am Rande seines Besuchs spielte Maas mit Schülern der "Lycée Mixte de Gounghin"-Schule Fußball

Als nächstes besucht Maas mit Mali ein weiteres G5-Land. Dort sind knapp 1000 deutsche Soldaten zur Ausbildung der malischen Armee und im Rahmen einer UN-Friedensmission stationiert. Das von der Bundeswehr geführte EU-Trainingscamp "Gecko" in Koulikoro nahe der Hauptstadt Bamako wurde am Sonntag von Terroristen angegriffen.

chal/uh (dpa)