Migranten stürmen auf Melilla | Aktuell Afrika | DW | 19.01.2021
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Flucht nach Europa

Migranten stürmen auf Melilla

Die Menschen kamen aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Sie kletterten über einen hohen, mit Stacheldraht versehenen Zaun, der Melilla von Marokko trennt.

Spanien Flüchtlinge Zaun Überquerung Melilla

Mehrere der Migranten verletzten sich und kamen in ärztliche Behandlung

Rund 150 vorwiegend junge Männer hatten versucht, den sechs Meter hohen Grenzzaun zwischen Marokko und der spanischen Exklave Melilla zu überwinden. Wie die spanischen Behörden mitteilten, gelang es 87 von ihnen, auf spanisches Territorium und damit in die Europäische Union zu gelangen. Sie wurden in einem Aufnahmezentrum registriert.

Spanien Flüchtlinge Zaun Überquerung Melilla

In einem Aufnahmezentrum wurden die Migranten registriert

Die anderen Migranten wurden von marokkanischen und spanischen Sicherheitskräften aufgehalten. Neun Flüchtlinge verletzten sich bei der Aktion und kamen in ärztliche Behandlung.

Melilla Flüchtlinge Diskriminierung

Der rund sechs Meter hohe Grenzzaun trennt die EU von Marokko (Archiv)

Der Vorfall ereignete sich kurz vor der Morgendämmerung an einer Stelle, an der der Zaun den Fluss Nano überquert. Es war der größte Massenversuch, den Grenzzaun zu überqueren, seit August, als etwa 300 Menschen den Zaun stürmten. Etwa 30 schafften es, eine Person kam ums Leben.

Melilla liegt wie die zweite spanische Exklave Ceuta an der nordafrikanischen Küste. Rund um die beiden Städte befinden sich die einzigen EU-Außengrenzen auf dem afrikanischen Kontinent. Immer wieder versuchen afrikanische Migranten, die ein besseres Leben in Europa suchen, von Marokko aus über die Grenze auf EU-Gebiet zu erreichen.

uh/kle (afp, rtr)

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