Messerattacke auf Lesbos ruft UN auf den Plan | Aktuell Europa | DW | 25.08.2019
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Messerattacke auf Lesbos ruft UN auf den Plan

Ein tödlicher Zwischenfall in einem Flüchtlingslager auf Lesbos schreckt die Vereinten Nationen auf. Die griechische Regierung müsse Kinder an sichere Orte bringen, forderte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR).

Lesbos Flüchtlingslager Moria Kinder (AFP/A. Messinis)

Die Flüchtlingslager auf Lesbos sind völlig überfüllt und das schon seit langem

Zuvor hatte in einem Lager auf Lesbos ein 15-jähriger Junge aus Afghanistan mehrere Gleichaltrige mit einem Messer angegriffen und dabei einen Jugendlichen getötet. Bei dem Angriff im Lager Moria am Samstagabend wurden zudem zwei weitere Jugendliche verletzt, einer von ihnen lebensgefährlich.

Spezielle Betreuung muss sein

Der Grund für die Auseinandersetzung blieb nach Angaben der Behörden zunächst unklar. "Moria ist kein Ort für Kinder, die allein sind und zu Hause und auf der Flucht traumatische Erlebnisse durchlitten haben", erklärte UNHCR-Vertreter Philippe Leclerc. Die Kinder bräuchten eine besondere Betreuung in auf sie ausgerichteten und auf ihre Bedürfnisse spezialisierten Unterkünften.

Auf den griechischen Ägäis-Inseln sitzen zehntausende Flüchtlinge oft monatelang in völlig überfüllten Lagern fest, bevor über ihre Asylanträge entschieden wird. Die Zustände in den Lagern auf den Inseln Lesbos, Samos, Chios, Kos und Leros sorgen seit langem für Kritik. Allein in Moria leben 8500 Flüchtlinge, viermal mehr als dies die eigentliche Kapazität des Lagers erlaubt.

haz/cw (afp, unhcr.orh)

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