Merkel will Sahel-Staaten sicherer machen | Aktuell Afrika | DW | 01.05.2019
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Afrika-Reise

Merkel will Sahel-Staaten sicherer machen

Die Kanzlerin hat den afrikanischen "G5"-Ländern umfassende deutsche Hilfe im Kampf gegen islamistischen Terror zugesagt. In deutlichen Worten warnte Angela Merkel vor einer wachsenden Gefahr.

Deutschland wird die Staaten der Regionalorganisation "G5 Sahel" verstärkt im Kampf gegen Dschihadisten unterstützen. Das erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Treffen mit den G5-Staatschefs in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso. Es war die erste Station ihrer dreitägigen Westafrika-Reise. Zur G5-Gruppe zählen auch Mali, Niger, Mauretanien und der Tschad.

"Wenn hier das Chaos Überhand gewinnen würde, was wir verhindern wollen, dann wirkt sich das auch auf andere Bereiche aus", warnte Merkel. Burkina Fasos Präsident Roch Marc Kaboré forderte insbesondere eine Lösung für Libyen, dessen Bürgerkrieg sich auf ganz Westafrika auswirke. "Das Problem muss unbedingt gelöst werden, sonst kommen wir nicht weiter", so Kaboré.

Wie Kaboré sieht Merkel einen Kern der Probleme in Libyen. Die EU müsse hier endlich eine einheitliche Haltung einnehmen, sagte sie in Anspielung auf Differenzen zwischen Frankreich und Italien. Ein Ende des Konflikts sei von "allergrößter Wichtigkeit". 

Millionen für Sicherheit und Entwicklung

Bereits nach einem bilateralen Gespräch mit Kaboré hatte die Kanzlerin weitere deutsche Unterstützung für Burkina Faso im Umfang von mehr als 20 Millionen Euro angekündigt. In Niger will sie nach Auskunft der Bundesregierung Zusagen von mehr als 35 Millionen Euro machen. Das Geld ist für die Ausrüstung und Schulung von Sicherheitskräften sowie für Entwicklungshilfeprojekte gedacht. Auch die Privatwirtschaft solle sich verstärkt in der Sahelzone engagieren, forderte Merkel. "Afrika braucht einen selbsttragenden Aufschwung", betonte sie.

An diesem Donnerstag will die Kanzlerin deutsche Soldaten im Stützpunkt Camp Castor in Mali besuchen. Die Bundeswehr ist dort an der UN-Mission MINUSMA beteiligt, die für Frieden und Sicherheit sorgen soll. Anschließend wird sie in Niger erwartet, wo sie bis Freitag bleiben will.

wa/ml (rtr, afp, dpa)

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