Merkel mit Buber-Rosenzweig-Medaille geehrt | Aktuell Deutschland | DW | 31.08.2021
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Auszeichnung

Merkel mit Buber-Rosenzweig-Medaille geehrt

Kanzlerin Angela Merkel habe sich während ihrer Amtszeit für das Miteinander der Religionen und für Israel eingesetzt, sagte der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, in seiner Laudatio.

Berlin I Angela Merkel erhält Buber-Rosenzweig-Auszeichnung

"Die Menschlichkeit einer Gesellschaft bemisst sich immer wieder an ihrem Willen zum Dialog": Bundeskanzlerin Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einen entschlossenen Einsatz gegen Rassismus und Antisemitismus gefordert. Dagegen müsse "mit allen Mitteln und der ganzen Konsequenz unseres Rechtsstaates" vorgegangen werden, sagte Merkel bei der Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille in Berlin. Sie betonte dabei die immerwährende Verantwortung Deutschlands, die Erinnerung an den nationalsozialistischen Massenmord an den europäischen Juden wachzuhalten.

Antisemitismus "niemals" dulden

Ziel Deutschlands müsse es sein, jüdisches Leben zu schützen, sagte die scheidende Kanzlerin. Anschläge wie in Halle 2019 gegen ein jüdisches Gotteshaus, Ausschreitungen vor Synagogen oder die Verharmlosung des Holocaust dürften niemals geduldet werden. Sie rief dazu auf, sich gegen "Antisemitismus und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit" zu wenden.

Berlin I Angela Merkel und Josef Schuster

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, erinnerte auch an Merkels Auschwitz-Besuch 2019

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, hob in seiner Laudatio Merkels "Standfestigkeit" bei der Verteidigung jüdischen Lebens hervor. Er erinnerte dabei auch an die Rede Merkels vor der Knesset, bei der sie 2008 erklärt hatte, die Sicherheit Israels sei für sie "niemals verhandelbar", die Berufung eines Antisemitismus-Beauftragten der Bundesregierung 2018 und ihren Auschwitz-Besuch Ende 2019.

Außerordentliche Verdienste

Die Buber-Rosenzweig-Medaille wird an Persönlichkeiten oder Organisationen verliehen, die sich im christlich-jüdischen Dialog außerordentliche Verdienste erworben haben. Vergeben wird der Preis durch den Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Merkel ist Preisträgerin des Jahres 2020. Die Verleihung konnte aber wegen der Corona-Pandemie damals nicht stattfinden.

Bisherige Preisträger sind unter anderen der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer, der Dirigent Daniel Barenboim und Rockmusiker Peter Maffay.

nob/jj (dpa, afp, kna)

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