Melania Trump geht auf Flüchtlingskinder zu | Amerika - Die aktuellsten Nachrichten und Informationen | DW | 21.06.2018
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USA

Melania Trump geht auf Flüchtlingskinder zu

US-Präsident Donald Trump sucht nach seiner Kehrtwende im Umgang mit Flüchtlingskindern nach einer dauerhaften Lösung. Derweil hat die First Lady demonstrativ ein Heim für Migrantenkinder besucht.

Nach der Kehrtwende ihres Mannes im Streit um die Trennung von Zuwanderer-Familien hat First Lady Melania Trump demonstrativ ein Aufnahmezentrum für Flüchtlingskinder besucht. Die Minderjährigen müssten so schnell wie möglich wieder zu ihren Familien, sagte sie in Texas an der Grenze zu Mexiko. Zuvor hatte sie die von der Regierung eingeführte Praxis kritisiert, illegale Zuwanderer einzusperren und sie von ihren Kindern zu trennen.

In den vergangenen Wochen hatten die US-Behörden Familien illegal eingewanderter Menschen aus Süd- und Mittelamerika getrennt. Dies hatte international und auch in den USA scharfe Proteste verursacht. Trump hatte diese Praxis am Mittwoch unter großem Druck beendet. Mit einem vorübergehenden Dekret machte er den Weg frei, Eltern und Kinder nun gemeinsam zu inhaftieren.

Wirbel um Melanias Jacke

Der Besuch der First Lady in Texas war bereits vor dem Dekret geplant worden. Für Aufsehen sorgte eine Jacke von Melanie Trump, die sie auf der Reise zu den Flüchtlingskindern trug. Als die 48-Jährige auf dem Flughafen Andrews bei Washington ihren Wagen verließ und die Gangway hochging, trug sie eine Jacke mit dem dick aufgedruckten Schriftzug "Es ist mir wirklich egal - und euch?" ("I really don't care - Do u?"). 

USA First Lady Melania Trump besucht Abschiebeanstalt für Migranten (Getty Images/C. Somodevilla)

Melania Trump auf dem Weg ins Flugzeug mit einer Jacke, die für Diskussionen sorgt

In sozialen Medien wurde die Frage laut, ob dies angesichts der politischen Brisanz der Diskussion über ein Auseinanderreißen von Flüchtlingsfamilien Gedankenlosigkeit gewesen sei oder doch eine Botschaft. Trumps Sprecherin Stephanie Grisham sagte in Texas: "Es ist eine Jacke. Da war keine verdeckte Botschaft."

Suche nach Kompromiss

Derweil wird in Washington weiter über den Umgang mit illegal ins Land gekommenen Migranten gerungen. Das vom US-Präsidenten unterzeichnete Dekret hat nur vorläufigen Charakter. Wie die Nachrichtenagentur AFP mit Verweis auf Informationen aus den Reihen der Republikanischen Partei meldete, hat das Repräsentantenhaus eine Abstimmung über einen als "Kompromiss" gehandelten Gesetzentwurf zur Einwanderungsreform verschoben. Das Votum wurde um einen Tag auf Freitag verlegt.

Die Republikaner verfügen zwar in der Kongresskammer über eine klare Mehrheit, doch sind sie über die Einwanderungsreform gespalten. Es war deshalb höchst ungewiss, ob der als Kompromiss zwischen den Flügeln gedachte Gesetzentwurf tatsächlich eine Mehrheit erhalten könnte. Trump forderte die oppositionellen Demokraten zur Kooperation auf. Er lud deren Vertreter ins Weiße Haus ein. "Wir sollten in der Lage sein, ein Gesetz zu machen. Kommt rüber - am besten noch heute Nachmittag", sagte Trump.

wo/haz (afp, dpa)

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Melania Trump: Botschaft oder modischer Faux pas?

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