Mallorca: Proteste gegen Kreuzfahrttouristen | DW Reise | DW | 05.04.2018
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Reise

Mallorca: Proteste gegen Kreuzfahrttouristen

Zum Saisonstart auf Mallorca legt am Sonntag (8.4.) die "Symphony of the Seas", der neue größte Oceanliner der Welt, am Kreuzfahrtterminal an. Dort werden die Urlauber von Demonstranten erwartet.

Die Proteste richten sich gegen Umweltverschmutzung durch Kreuzfahrtschiffe wie die "Symphony of the Seas" und gegen den Overtourism. Zu den Demonstrationen aufgerufen hat die GOB, die mit 5000 Mitgliedern wichtigste balearische Umweltschutzorganisation.

2018 sollen mehr Kreuzfahrttouristen auf Mallorca ankommen als je zuvor - laut aktueller Zahlen der spanischen Hafenbehörde insgesamt 567 Kreuzfahrtschiffe. Im vergangenen Jahr waren es 540. Das entspricht einer Steigerung von fünf Prozent.

Symphony of the Seas (picture-alliance/dpa/F.Dubray)

16 Stockwerke und ein Funpark mittendrin: die "Symphony of the Seas"

Die 361 Meter lange "Symphony of the Seas" wird in den kommenden Wochen häufiger in Palma anlegen. Von Barcelona aus startet der neue schwimmende Gigant zu mehrtägigen Trips durch das westliche Mittelmeer. An Bord haben 6680 Passagiere in 2759 Kabinen Platz. Hinzu kommt die Crew, bestehend aus 2200 Personen.

Palmas Hafen ist für Kreuzfahrttouristen einer der zehn beliebtesten der Welt. Doch der Kreuzfahrttourismus steht seit einiger Zeit in der Kritik. Erst kürzlich hatte die Weltkulturorganisation UNESCO vor den negativen Folgen für das Kulturerbe gewarnt. Insbesondere in Venedig gilt die Situation als kritisch. Dort untersucht man regelmäßig, in welchem Maß die Wellen der riesigen Schiffe die Erosion der Gebäude vorantreibt. Die UNESCO diskutiert bereits darüber, die Stadt auf die schwarze Liste der gefährdeten Weltkulturerbestätten zu setzen.

fm/ak (AFP, mallorcamagazin.com)

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