Maguire soll Geheimdienste führen | Aktuell Amerika | DW | 09.08.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

USA

Maguire soll Geheimdienste führen

Die US-Regierung hat einen neuen Geheimdienstkoordinator gefunden: Der jetzige Direktor des Terrorabwehrzentrums, Joseph Maguire, werde das Amt geschäftsführend am 15. August übernehmen, twitterte Präsident Donald Trump.

Joseph Maguire (Getty Images/AFP/N. Kamm)

Joseph Maguire soll die US-Geheimdienste koordinieren - er hatte in der US Navy Karriere gemacht

Der Direktor der nationalen Nachrichtendienste hat die Aufgabe, die verschiedenen Geheimdienste der USA zu koordinieren und deren Aktivitäten aufeinander abzustimmen. Der bisherige Amtsinhaber Dan Coats räumt zum 15. August seinen Posten. Coats hatte den Spitzenposten seit März 2017 inne.

Dem Präsidenten Contra gegeben

Trump und Coats hatten in der Vergangenheit aber mehrfach inhaltlich über Kreuz gelegen und diese Meinungsverschiedenheiten auch öffentlich ausgetragen. So erklärte der Geheimdienstkoordinator im Januar, dass der Iran seiner Einschätzung nach momentan nicht an Atomwaffen arbeite. Der Präsident widersprach und unterstellte den Diensten, bei ihnen herrsche offenbar Ahnungslosigkeit in diesem Punkt vor.

Dagegen gibt es von Trump für Joseph Maguire Vorschusslorbeeren. Maguires Karriere beim Militär sei lang und hervorragend gewesen, 2010 habe er sich aus der US Navy zurückgezogen. Maguire habe auf allen Ebenen befehligt. "Ich habe keinen Zweifel, dass er einen großartigen Job machen wird!", betonte Trump.

Kein Glück mit Ratcliffe

Ursprünglich hatte er als Nachfolger für Coats den republikanischen Abgeordneten John Ratcliffe vorgesehen, der als treuer Gefolgsmann des Präsidenten gilt. Seine Nominierung war bei den oppositionellen Demokraten, aber auch bei Politikern von Trumps Republikanern auf Kritik gestoßen.

Unter anderem gab es Zweifel an seiner Eignung für das Amt. Medien berichteten zudem, der Abgeordnete habe seinen Lebenslauf aufgehübscht. Trump stellte das allerdings anders dar: Ratcliffe habe sich wegen "unfairer" Medienberichte dafür entschieden, sich aus dem Nominierungsprozess zurückzuziehen.

haz/mir (dpa, rtr, ap, afp)

Die Redaktion empfiehlt