Maduro ordnet höheren Mindestlohn an | Aktuell Amerika | DW | 30.04.2017
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Venezuela

Maduro ordnet höheren Mindestlohn an

Das Grundeinkommen soll steigen - die schwere Versorgungskrise in Venezuela wird dadurch nicht entschärft. Glaubt Staatschef Maduro tatsächlich, so wenigstens die Proteste der Opposition zu stoppen?

Venezuela Nicolas Maduro TV Ansprache (Reuters/Miraflores Palace)

Venezuelas Staatschef in seiner wöchentlichen Show: "Die Sonntage mit Maduro"

Inmitten der schweren politischen und wirtschaftlichen Krise hat Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro die Erhöhung des Mindestlohns um 60 Prozent angeordnet. "Ich muss dafür sorgen, dass das Volk Arbeit, Bildung, Gesundheit und Obdach hat", sagte der Sozialist in seiner wöchentlichen TV-Sendung in der Hauptstadt Caracas. Durch ebenfalls erhöhte Lebensmittelsubventionen steige das Grundeinkommen der Venezolaner real auf 200.000 Bolívar, erklärte Maduro.

Allerdings ist es absolut unwahrscheinlich, dass dadurch die massive Versorgungskrise im ölreichsten Land der Welt entschärft wird. Wegen der höchsten Inflation der Welt entspricht der Mindestlohn (65.000 Bolívar) nur etwa 80 Euro beim offiziellen Wechselkurs - wegen des Devisenmangels ist das Geld auf dem Schwarzmarkt deutlich weniger wert. Medikamente und viele Grundnahrungsmittel sind in den Läden ohnehin kaum noch zu finden.

Venezuela Los Teques Opposition Protest (picture-alliance/AA/C. Becerra)

Fast jeden Tag gehen Maduro-Gegner in Venezuela auf die Straße

Venezuela wird seit Wochen von heftigen Protesten erschüttert. Mehr als 30 Menschen wurden bislang getötet, etwa 500 verletzt. Auslöser war die zeitweise Entmachtung des Parlaments, das seit Anfang 2016 von der Opposition kontrolliert wird.

Am 1. Mai - Proteste "gegen die Diktatur"

Für diesen Montag hat die Opposition zu weiteren Demonstrationen aufgerufen. Die Regierungsgegner wollen in der Hauptstadt Caracas und in anderen Städten "gegen die Diktatur" auf die Straße gehen. Sie machen den Präsidenten für die schwere Wirtschaftskrise verantwortlich und kämpfen für vorgezogene Parlamentswahlen sowie eine Volksabstimmung über die Absetzung Maduros, dessen Mandat regulär im Januar 2019 endet.

se/kle (dpa, afp, ap)

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