Lufthansa wehrt sich gegen Vorwurf der Preistreiberei | Aktuell Deutschland | DW | 26.11.2017
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Airlines

Lufthansa wehrt sich gegen Vorwurf der Preistreiberei

Die Lufthansa wehrt sich nach dem Aus des Konkurrenten Air Berlin gegen Vorwürfe, sie treibe die Preise nach oben. Untersuchungen des Kartellamtes sehe man gelassen entgegen, sagte Vorstandsmitglied Hohmeister.

Gegenüber der Zeitung "Welt am Sonntag" betonte Harry Hohmeister (Artikelbild): "Was kolportiert wird über angebliche Preissteigerungen, ist nachweisbar nicht zutreffend". Es handele sich um Einzelfälle, die es auch früher montagmorgens und freitagnachmittags gegeben habe. "Für etwa 95 Prozent der Passagiere hat sich beim Preis nichts geändert", so Hohmeister, der im Vorstand der größten deutschen Fluggesellschaft für Drehkreuze und Airlines verantwortlich ist.

Das Bundeskartellamt nimmt ungeachtet dessen die Preise beim Branchenprimus unter die Lupe. "Wir haben die Deutsche Lufthansa gebeten, uns Informationen über ihre Preissetzung zur Verfügung zu stellen. Wir werden uns die Daten ansehen und dann darüber entscheiden, ob wir ein Verfahren einleiten", erklärte der Chef der Behörde, Andreas Mundt. Wie es heißt, will das Bundeskartellamt prüfen, ob die Lufthansa ihre größere Marktdominanz seit der Pleite von Air Berlin womöglich missbraucht.

Können alles zeigen

Hohmeister sagte mit Blick auf die Ankündigung der Behörde, man habe keine Geheimnisse, gute Argumente und nichts zu verbergen. "Wir können dem Kartellamt alles zeigen." Der Lufthansa-Manager zog einen Vergleich zur Deutschen Bahn, deren Preissystem auch keine festen Tarife habe, sondern auf eine steigende Nachfrage flexibel reagiere. "Wir können aber nachweisen, dass sich bei uns im Preissystem nichts geändert hat. Auch nicht innerhalb der Zwischenstufen in den Preisklassen" versicherte Hohmeister.

haz/stu (dpa, afp)