++Live-Ticker: Chaos in Washington++ | Aktuell Amerika | DW | 06.01.2021
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages
Anzeige

Vereinigte Staaten von Amerika

++Live-Ticker: Chaos in Washington++

Am US-Parlamentssitz spielten sich nie da gewesene Szenen ab. Proteste von Anhängern des abgewählten Präsidenten Trump arteten in Gewalt aus. Die Ereignisse zum Nachlesen.

Wir schließen diesen Live-Ticker. Die weiteren Entwicklungen finden Sie in unseren Artikeln. 

Das Wichtigste in Kürze:

  • In der US-Hauptstadt Washington haben Anhänger des abgewählten Präsident Donald Trump das Kapitol gestürmt. Sie durchbrachen gewaltsam Absperrungen, die das Kongressgebäude schützen sollten, und drangen in das Innere ein. Bilder zeigen Demonstranten, die durch die National Statuary Hall marschieren.
  • Das Repräsentantenhaus und der Senat unterbrachen ihre Sitzung, mit der der Sieg von Trumps demokratischem Kontrahenten Joe Biden bei der Wahl im November bestätigt werden soll. Vizepräsident Mike Pence wurde laut dem Sender NBC an einen sicheren Ort gebracht. Washingtons Bürgermeisterin Muriel Bowser ordnete eine Ausgangssperre an, die um 18.00 Uhr Ortszeit in Kraft trat.
  • Inzwischen hat der US-Kongress hat den Sieg des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl vom 3. November formell bestätigt.

  • Bei den gewalttätigen Vorfällen rund um das Kapitol wurden mindestens vier Menschen tödlich verletzt. Mehrere Bundesstaaten haben die Nationalgarde zum Schutz des Kongresses nach Washington entsandt. 
  • Die Demokraten des künftigen US-Präsidenten Joe Biden konnten sich laut Prognosen von US-Medien bei der Nachwahl im Bundesstaat Georgia die Kontrolle im US-Senat sichern. Nach dem Kandidaten Raphael Warnock habe sich auch Jon Ossoff bei den Abstimmungen in Georgia durchgesetzt, berichten die Sender NBC und CBS sowie die Nachrichtenagentur AP. 

 

Alle Zeitangaben in MEZ:

10.01 Uhr - Der abgewählte US-Präsident Donald Trump wird sich nicht weiter gegen die Machtübergabe an Nachfolger Joe Biden sperren. Die Amtsgeschäfte würden am 20. Januar geordnet übertragen, betonte Trump laut einer vom stellvertretenden Stabschef Dan Scavino per Twitter verbreiteten Mitteilung. 

9.53 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel  ist nach eigenen Worten "wütend und auch traurig" über die Ausschreitungen in Washington. Die Verantwortung dafür gab sie am Rande einer Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag US-Präsident Donald Trump. Sie bedauere, dass dieser bis heute seine Niederlage bei der Präsidentenwahl nicht eingestanden habe; dies habe die Ereignisse erst möglich gemacht.

09.40 Uhr - Der US-Kongress hat die Wahl des Demokraten Joe Biden zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten formell bestätigt. Senat und Repräsentantenhaus bestätigten die Stimmen aller Wahlleute. Biden kommt wie erwartet auf 306 Stimmen, der abgewählte Präsident Donald Trump auf 232.

09.00 Uhr - Die Bürgermeisterin von Washington, Muriel Bowser, hat mit Blick auf die Gewaltaktionen von Trump-Anhängern den Ausnahmezustand in der US-Hauptstadt um zwei Wochen und damit bis über die geplante Amtseinführung von Joe Biden am 20. Januar hinaus verlängert.

08.55 Uhr - Nach mehreren Spitzenbeamten tritt auch der stellvertretende Nationale Sicherheitsberater des Präsidialamtes, Matt Pottinger, im Zuge der Ausschreitungen zurück. Das berichten mehrere US-Medien. Der Nationale Sicherheitsberater Robert O'Brien erwäge ebenfalls seinen Rücktritt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider.

08.52 Uhr - Das Repräsentantenhaus hat, wie erwartet, den Vorstoß republikanischer Abgeordneter zu Pennsylvania zurückgewiesen. Zuvor hatte bereits der Senat so entschieden.

08.38 Uhr - Der deutsche Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) macht US-Präsident Donald Trump für die Ausschreitungen in Washington verantwortlich. "Donald Trump hat die Verantwortung für das, was dort geschehen ist. Das kann er nicht weg reden", sagt er den Sendern RTL/ntv. Das gewaltsame Eindringen von Trump-Anhängern in das US-Parlament sei "bedrückend" und "erschreckend". Trump habe in den USA zuvor viele Menschen aufgestachelt und auch nicht zurückgehalten. "Das ist ganz klar etwas, was man erlebt, wenn Populisten Macht bekommen."

07.04 Uhr - Die Liste der Social-Media-Plattformen, von denen Donald Trump ausgesperrt ist, wird immer länger. Nun hat auch Snapchat bekanntgegeben, dass der amtierende Präsident dort derzeit keine Posts absetzen darf.

06.50 Uhr - Auch der Einspruch der Trump-Verbündeten gegen das Ergebnis in Pennsylvania wurde im Senat zurückgewiesen.

06.30 Uhr - Bei der Kongresssitzung zur Zertifizierung der Wahlergebnisse haben Republikaner einen weiteren Einspruch gegen das Resultat aus einem Bundesstaat eingelegt - diesmal zu Pennsylvania. Unterstützung bekam der Antrag vom republikanischen Senator Josh Hawley. Der Zertifizierungsprozess ist damit unterbrochen, beide Kammern des Parlaments müssen über den Einspruch entscheiden.

US-Wahl Kongress | Zertifizierung des Wahlergebnisses | Josh Hawley

Senator Josh Hawley steht weiter unverdrossen zum abgewählten Präsidenten Trump

06.10 Uhr - Anträge von Republikanern, die Wahlergebnisse in Michigan und Nevada anzufechten, sind gescheitert, weil sie von keinem Senator unterstützt werden.

05.08 Uhr - Bei den Vorfällen am Kapitol sind nach Angaben der Polizei auf dem Parlamentsgelände insgesamt vier Menschen ums Leben gekommen. Eine Person sei den Folgen einer Schusswunde erlegen, drei seien aufgrund medizinischer Notfälle gestorben. 52 Menschen seien festgenommen worden.

4.20 Uhr - Der US-Senat hat den Einspruch gegen das Wahlergebnis im Bundesstaat Arizona mit überwältigender Mehrheit abgelehnt. 93 Senatoren stimmten dagegen, nur sechs dafür. Angeführt von den republikanischen Senatoren Ted Cruz und Paul Gosar wollten die Republikaner, die im Senat die Mehrheit haben, den Sieg des Demokraten Joe Biden in Arizona anfechten. Nach den Unruhen am Nachmittag am und im Kapitol in Washington zogen jedoch zahlreiche Republikaner ihre Unterstützung für den Antrag zurück. 

4.15 Uhr - Die Fluggesellschaften American Airlines und Delta Airlines kündigen eine Aufstockung ihres Personals an, um die Sicherheit ihrer Passagiere an Washingtoner Flughäfen zu gewährleisten. Es handle sich um eine "vorbeugende Maßnahme". Außerdem werde kein Alkohol ausgeschenkt, sagte eine Sprecherin. Damit reagieren die Airlines auf Zwischenfälle im Vorfeld der Proteste rund ums Kapitol, als Trump-Anhänger sich bei ihrer Anreise im Flugzeug ungebührlich benommen haben. Die Vorsitzende der Flugbegleiter-Gesellschaft CWA, Sara Nelson, forderte, Demonstranten müsse verboten werden, mit kommerziellen Flügen die Hauptstadt wieder zu verlassen.

US-Wahl Kongress | Zertifizierung des Wahlergebnisses

Vizepräsident Mike Pence und die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, leiten die wiederaufgenommene Sitzung

2.48 Uhr - Facebook hat über Twitter angekündigt, Postings über das Nutzerkonto von Präsident Donald Trump für 24 Stunden zu sperren. Das soziale Netzwerk folgt damit einem ähnlichen Schritt von Twitter, das den Trump-Account für zwölf Stunden stilllegte.

2.41 Uhr - Trainer und Basketballer aus der NBA äußern sich entsetzt über den Umgang mit den Demonstranten in Washington prangern eine Ungleichbehandlung an. Im Gegensatz zur Absicherung der Regierungsgebäude im Sommer wegen der Demonstrationen unter dem Motto "Black lives Matter" habe er weder die Armee noch die Nationalgarde gesehen, sagte der Trainer der Philadelphia 76ers, Doc Rivers, nach Angaben von US-Medien vor dem Heimspiel gegen die Washington Wizards. "Können Sie sich heute vorstellen, was passiert wäre, wenn das alles Schwarze gewesen wären, die das Kapitol gestürmt hätten?", fragte Rivers. "Keine Polizeihunde, die gegen Menschen eingesetzt wurden, keine Schlagstöcke, die Menschen treffen. Leute, die friedlich aus dem Kapitol eskortiert werden. Also zeigt das, dass man eine Menge auch friedlich auflösen kann." 

2.19 Uhr - Facebook löscht Fotos und Videos von Anhängern des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump aus dem von ihnen erstürmten Kapitol in Washington von der Plattform. Die Aufnahmen stellten eine Unterstützung krimineller Handlungen dar, was gegen die Regeln des Online-Netzwerks verstoße, erklärte Facebook. Die Online-Plattform hatte zuvor bereits ein Video von Trump gesperrt, in dem er unter anderem Sympathie für die Angreifer zeigte und sagte: "Wir lieben Euch. Ihr seid sehr besonders." 

2.05 Uhr - Der Senat tritt nach der Erstürmung wieder zusammen. Vize-Präsident Mike Pence verurteilt die Gewalt. "Die Gewalt siegt nie." Auch das Repräsentantenhaus will noch am Abend seine unterbrochene Sitzung wieder aufnehmen.

2.00 Uhr - Auch die demokratischen Ex-Präsidenten Barack Obama und Bill Clinton haben sich zu den Vorgängen in Washington geäußert. Obama nannte sie "schockierend, eine Schande für die Nation". Gleichwohl seien sie aber "nicht überraschend" gekommen. Bill Clinton verurteilte die Gewalt durch Trump-Anhänger als einen "noch nie dagewesenen Angriff" auf das Kapitol und warf Donald Trump vor, die Gewalt durch "vier Jahre vergiftete Politik" angestachelt zu haben.

1.37 Uhr - Medienberichten zufolge ist US-Vizepräsident Mike Pence in den Sitzungssaal des Senats zurückgekehrt. Mit der Wiederaufnahme der Sitzung wird für 2.00 Uhr (MEZ) gerechnet.

1.21 Uhr - Nach den Ausschreitungen am Kapitol sperrt Twitter das wichtigste Konto des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump wegen Verstößen gegen die Richtlinien der Plattform für zwölf Stunden. Drei Tweets des Accounts @realDonaldTrump hätten "wiederholt und schwerwiegend" gegen die Richtlinien verstoßen und müssten gelöscht werden, erklärte Twitter. Sollte die Löschung nicht erfolgen, würde das Konto gesperrt bleiben, hieß es weiter.

0.36 Uhr - Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, kündigt an, dass die zuvor begonnene Zertifizierung des Präsidentschaftswahlergebnisses noch im Laufe des Mittwochabends (Ortszeit) fortgesetzt werde. Man habe beschlossen, mit der Sitzung weiterzumachen, sobald der Kongresssitz wieder dafür freigegeben sei. Diese Entscheidung sei in Absprache mit dem Verteidigungs- und Justizministerium sowie mit Trumps Vize Pence getroffen worden.

0.28 Uhr - Der ehemalige US-Präsident George W. Bush verurteilt die Ereignisse. "So werden Wahlergebnisse in einer Bananenrepublik angefochten - nicht in unserer demokratischen Republik", betont der Republikaner. Zugleich kritisiert er den scheidenden Präsidenten Trump und dessen Unterstützer in der Partei - ohne sie jedoch beim Namen zu nennen. "Ich bin entsetzt über das rücksichtslose Verhalten einiger politischer Anführer seit der Wahl", so Bush. Den Sitz des US-Parlaments hätten Menschen gestürmt, die durch "Unwahrheiten und falsche Hoffnung" aufgestachelt worden seien. 

USA Ex-Präsidenten Clinton und Bush sammeln Spenden für Haiti

Ex-Präsident Bush (neben Bill Clinton und Barack Obama, von links) verurteilte den Sturm auf das Kapitol (Archivbild)

0.26 Uhr - Trump wiederholt in einem neuerlichen Twitter-Eintrag den Vorwurf der Wahlfälschung.

0.24 Uhr - Facebook und YouTube nehmen den Videoaufruf von Präsident Trump aus dem Netz. Ein hochrangiger Facebook-Manager erklärt, man sei der Ansicht, dass die Aufnahme eher zur Gewalt beitrage als dass sie beschwichtige.

0.16 Uhr - Nach dem Sturm auf das US-Parlament durch Trump-Anhänger hat Twitter ein härteres Vorgehen gegen Beiträge angekündigt, die weitere Gewalt auslösen könnten. Solche Tweets sollen künftig nicht mehr weiterverbreitet, beantwortet oder mit einem "Like" versehen werden können, teilt der Kurznachrichtendienst mit.

0.15 Uhr - Die Polizei bestätigt, die Frau, die im Kapitol angeschossen wurde, sei ihren Verletzungen erlegen. Die genauen Hintergründe sind unklar.

0.10 Uhr - Die demokratische Abgeordnete Ilhan Omar bereitet nach eigenen Angaben einen Antrag auf Amtsenthebung gegen Präsident Donald Trump vor. "Wir können nicht zulassen, dass er im Amt bleibt", schreibt sie auf Twitter. "Es geht darum, unsere Republik zu bewahren, und wir müssen unseren Eid erfüllen." Trump soll am 20. Januar das Weiße Haus verlassen.

0.02 Uhr - Der Gouverneur des Bundesstaates Virginia ruft den Notstand aus. Zudem werde in einigen Landesteilen eine Ausgangssperre verhängt, gibt Ralph Northam bekannt. Virginia grenzt an die Hauptstadt Washington.

Seiten 1 | 2 | vollständiger Artikel

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema

Anzeige