Leicester-City-Boss bei Hubschrauberabsturz getötet | Sport | DW | 28.10.2018
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Unglück

Leicester-City-Boss bei Hubschrauberabsturz getötet

Nun ist es Gewissheit: Der Besitzer des britischen Fußballvereins Leicester City, Srivaddhanaprabha, ist beim Absturz seines Helikopters neben dem Stadion ums Leben gekommen. Mit ihm starben vier weitere Menschen.

Vichai Srivaddhanaprabha (picture-alliance/PA Wire/M. Egerton)

Vichai Srivaddhanaprabha

Leicester City trauert um Vichai Srivaddhanaprabha. Der thailändische Klubbesitzer und vier weitere Menschen sind bei einem Helikopter-Absturz am Stadion ums Leben gekommen. Für sie gab es kein Entrinnen aus dem Feuerball, der noch Sekunden zuvor Srivaddhanaprabhas Helikopter war. Nur wenige Augenblicke nach dem Start vom Mittelkreis des King Power Stadiums krachte der Klubbesitzer von Leicester City mit dem Hubschrauber auf einen Parkplatz. Die Maschine verunglückte am Samstagabend kurz nach dem Ende des Premier-League-Spiels zwischen Leicester City und West Ham United.

"Mit tiefstem Bedauern und gebrochenem Herzen bestätigen wir, dass unser Klubchef unter den Opfern ist, die auf tragische Weise ihr Leben verloren haben. Die Welt hat einen großartigen Mann verloren. Einen Mann voller Freundlichkeit und Großzügigkeit. Er hat Leicester geführt wie seine Familie", teilte der Verein am Sonntagabend mit. 

Hunderte Menschen haben am Tag nach dem tragischen Unglück beim Stadion des englischen Erstligisten Leicester City Blumen, Fan-Schals und Trikots niedergelegt. Trauernde Fans weinten und trösteten sich gegenseitig. Spieler und Klubs im In- und Ausland nehmen Anteil, das Zweitligaspiel der Leicester-Frauen gegen Manchester United wurde abgesagt.

Heckrotor defekt?

Laut Informationen des Fernsehsenders Sky hatte der Helikopter Probleme mit seinem Heckrotor. Er habe sich daraufhin wie ein Kreisel gedreht und sei unkontrolliert abgestürzt, heißt es. 

Srivaddhanaprabha hatte 2010 den damaligen Zweitligisten übernommen und seither viel Geld in den Verein gepumpt. Erst vor wenigen Tagen wurde ein 100 Millionen Pfund teurer, neuer Trainingskomplex genehmigt. Unter der Führung des 61-jährigen Unternehmers gelang der Aufstieg in die Premier League und der sensationelle Gewinn der englischen Fußball-Meisterschaft im Jahr 2016, was ihm große Beliebtheit einbrachte.

Luftbildaufnahme des ausgebrannten Hubschrauber neben parkenden Autos (Foto: Picture Alliance)

Die Absturzstelle am Tag nach dem Unglück

Der Leicester-Chef trat in der Öffentlichkeit bescheiden auf und pflegte eine gute Beziehung zu den Anhängern. An seinem Geburtstag spendierte der Vater von vier Kindern den Fans stets Bier und Kuchen. Außerdem gab er Geld für soziale Zwecke.

Seine Karriere hatte der Unternehmer mit dem Verkauf von importierten Waren aus Hongkong begonnen. 1989 eröffnete er ein Geschäft für zollfreie Waren. Später erlangte er das Monopol auf Duty-Free-Shops in sämtlichen Flughäfen Thailands. Bereits um die Jahrtausendwende war er Milliardär. Sein Unternehmen King Power ist Trikotsponsor von Leicester City und auch Namensgeber für das Stadion der Foxes.

kle/se (afp, dpa, sid, ape)