Kubas langjähriger Kardinal Ortega ist tot | Aktuell Welt | DW | 26.07.2019
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Kuba-Öffnung

Kubas langjähriger Kardinal Ortega ist tot

Im Alter von 82 Jahren erlag Jaime Ortega seinem Krebsleiden. Der Kirchenmann war eine Schlüsselfigur bei der zwischenzeitlichen Annäherung von Kuba und den USA.

Ortega hatte sich im Jahr 2016 aus Altersgründen nach 35 Jahren als Erzbischof von Havanna in den Ruhestand verabschiedet. Im Jahr 1994 war er Kardinal geworden. Er hatte unter anderem bei geheimen Verhandlungen von Vertretern der kubanischen Regierung des heutigen Parteichefs Raúl Castro mit der US-Regierung unter dem Präsidenten Barack Obama eine wichtige Rolle gespielt.

Die Gespräche führten zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den langjährigen Erzfeinden im Jahr 2014. Der heutige US-Präsident Donald Trump hat die Lockerungspolitik seines Vorgängers inzwischen mit verschärften Sanktionen gegen den sozialistischen Karibikstaat zurückgedreht.

Kuba Präsident Obama und der Kardinal Jamie Ortega (imago/ZUMA Press)

Der damalige US-Präsident Obama besuchte 2016 als erstes US-Staatsoberhaupt seit 1928 den Karibikstaat - Zuvor hatte die USA die bestehende Blockade gelockert

In Ortegas Zeit wurde auch das Verhältnis der Staatsführung zur Kirche verbessert. Ausdruck der Entwicklung waren die Besuche von Papst Johannes Paul II. (1998), Benedikt XVI. (2012) und Franziskus (2015). Zu Ortegas Abschied in den Ruhestand hatte ihm Franziskus in einem Brief dafür gedankt, dass er "Wege für den Dialog zwischen Kuba und anderen Ländern geöffnet" habe.

ni/uh (ap, dpa, rtr)