In Paris berichtet eine Mutter, dass ihre Tochter durch künstliche Befruchtung mit Sperma eines Spenders gezeugt wurde, der eine seltene TP53-Mutation trägt. Diese Mutation erhöht das Risiko für lebensbedrohliche Krebserkrankungen im Kindesalter erheblich. Der Spender, unter der Nummer 7069 geführt, lieferte über 15 Jahre Sperma an die European Sperm Bank, bevor 2023 die Mutation entdeckt und er gesperrt wurde. Die Mutter erfuhr erst anderthalb Jahre später von der Gefahr – ihre Tochter ist Trägerin der Mutation.
Sperma ging in 13 Länder
Die Samenbank exportierte das Sperma in 13 Länder, mindestens 197 Kinder wurden damit gezeugt. Experten kritisieren die mangelnde Information der Eltern und warnen vor den Risiken, wenn ein Spender so viele Nachkommen hat. Einige betroffene Kinder sind bereits an Krebs erkrankt oder gestorben. Ärzte und Selbsthilfegruppen fordern nun ein internationales Spenderregister und eine Begrenzung der Kinderzahl pro Spender, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern.
Gemeinsame Recherche von: DR, RTBF, VRT, NOS, SVT, RUV, DW, NRK, RTVE, ORF, YLE, FTV und BBC, koordiniert vom EBU Investigative Journalism Network.