Kramaric hält Hoffenheims Traum lebendig | Sport | DW | 27.04.2018
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Fußball

Kramaric hält Hoffenheims Traum lebendig

Mit einem knappen Sieg gegen Hannover 96 kann 1899 Hoffenheim weiter von der Champions-League-Teilnahme träumen. Andrej Kramaric ist der entscheidende Faktor des Teams von Trainer Julian Nagelsmann.

Nico Schulz und Andrej Kramaric (r.) bejubeln einen Treffer. (Foto. picture-alliance/dpa/U. Anspach)

Nico Schulz und Andrej Kramaric (r.) bejubeln einen Treffer.

Es war ein brachialer Schuss, den Andrej Kramaric da auspackte. Die Eckball-Hereingabe drosch der Kroate volley aus zwölf Metern in die Hannoveraner Tormaschen. 96-Torhüter Philipp Tschauner bekam gar nicht so schnell die Arme hoch, wie der Ball über ihn herüber rauschte. Es war das 2:1 für die Hoffenheimer gegen Hannover 96 (Endstand 3:1) und die Vorentscheidung. Und damit darf die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann weiter von Platz vier und der Qualifikation für die Champions League träumen.

Es war vor allem der Abend des Andrej Kramaric. Was der Hoffenheimer Angreifer auch anpackte, es sollte gelingen. Und so war es kein Zufall, dass er auch bereits das 1:0 für sein Team erzielt hatte. Er war gedankenschnell mitgelaufen, als 96-Verteidiger Salif Sané einen missglückten Querpass vor dem eigenen Tor spielte, Serge Gnabry diesen Ball abfing und vorbei an Tschauner zu Kramaric passte, der nur noch ins leere Tor einschieben musste. Da konnte auch der zwischenzeitlich Ausgleichstreffer von 96 durch Kenan Karaman nichts ändern. 

Formsteigerung des gesamten 1899-Teams

Es war der zehnte Treffer des 26 Jahre alten Kramaric in den letzten zwölf Partien. Und nicht zuletzt mit dieser Formsteigerung des Einzelnen ist auch der Erfolgslauf des gesamte Teams in Verbindung zu bringen. Seit nunmehr neun Partien ist das Hoffenheim ungeschlagen bei nun sechs Siegen und drei Remis und eilt mit großen Schritten in Richtung internationaler Wettbewerb. 

Dabei sah es in dieser Saison lange Zeit so aus, als würde Kramaric seine Bestform einfach nicht finden können. Über Monate traf der glücklose Angreifer nicht mehr. Und Trainer Julian Nagelsmann reagierte recht ungewöhnlich auf diese Unsicherheitsphase seines Stürmers. "Ich habe ihn einfach mal drei, vier Wochen in Ruhe gelassen", sagte der Coach vor einiger Zeit.

Zudem haben die Co-Trainer Sondereinheiten mit dem Spieler absolviert und intensiv an den temporären Unzulänglichkeiten gearbeitet. "Andrej ist ein sehr reflektierter Spieler", sagte Nagelsmann jüngst. Seine Maßnahmen mit dem Angreifer haben langfristig Wirkung gezeigt, Kramaric wirke auch gegen die Niedersachsen - wie schon in den vergangenen Partien -  wieder wie von einer Last befreit.

Gerade noch rechtzeitig in Form

Die Zeiten, in denen jeder Schritt, jeder Torschuss besonders schwer fiel, scheinen vollständig überwunden zu sein. Kramaric dribbelte, er schoss die Eckbälle, er riss das Offensivspiel an sich und schien die Hannoveraner nahezu im Alleingang bezwingen zu wollen. Dass er vier Minuten vor dem Ende mit einem präzisen Heber nach einem Konter noch zum 3:1 erhöhte, war die Krönung seiner starken Leistung an diesem  Freitagabend. Es war gleichzeitig sein erster Dreierpack seiner Karriere in der Bundesliga.  

Die Hoffenheimer haben sich mit diesem Erfolg in den letzten beiden bevorstehenden Partien die Chance gewahrt, das große Ziel nach einem langanhaltenden Formtief noch zu erreichen. Kramaric und der Rest des Teams aus dem Kraichgau sind gerade noch zur rechten Zeit in Bestform gekommen.

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