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Kongo: Globales Greenwashing mit CO2-Zertifikaten

Michael Oti | Jonas Gerding
18. November 2025

Projekte für CO2-Zertifikate sollen in der Demokratischen Republik Kongo die Rodung von Regenwald eindämmen. Berichte von Einheimischen sprechen für gefälschte Zertifikate, die Konzernen ein grünes Image verschaffen.

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Jedes Jahr verschwinden in der Demokratischen Republik Kongo rund 500.000 Hektar Regenwald. Projekte für CO2-Zertifikate sollen die Abholzung stoppen, doch Berichte zeigen: Versprechen bleiben unerfüllt, Zertifikate werden gefälscht und dienen dazu, Konzernen ein grünes Image zu verschaffen.

Rodungen trotz verkauften CO2-Zertifikaten

Unternehmen wie Lidl Schweiz, Bonnier Books oder Bloomberg profitieren von fragwürdigen Projekten. Beispiel: Die US-Firma Jadora versprach Dorfbewohnern in Isangi Fischteiche und Schulen – wirklich umgesetzt wurde das Projekt nicht.

Trotzdem verkauft Jadora Zertifikate, angeblich für Millionen Tonnen eingespartes CO2. Kontrollen fehlen seit Jahren, laut der britischen Tageszeitung „The Guardian“ sind 90 Prozent der Zertifikate von Jadora wertlos. Denn Wälder werden weiter gerodet und das Vertrauen schwindet - nicht nur bei den Bewohnern von Isangi.