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KonflikteNahost

Kommt jetzt der Deal zwischen den USA und Iran?

13. Juni 2026

Nach langem Hin und Her scheint ein Abkommen zwischen dem Iran und den USA in greifbarer Nähe. Mit einem Abkommen sei voraussichtlich in den nächsten 24 Stunden zu rechnen, heißt es vom Vermittler Pakistan.

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Pakistan Islamabad 2026 | Premierminister Shehbaz Sharif leitet Sitzung zur Steuerbehörde FBR
Pakistans Premier Shehbaz Sharif ist zuversichtlich, ein Abkommen zwischen den USA und Iran noch an diesem Wochenende vorlegen zu könnenBild: PPI/Newscom World/IMAGO

Eine erste Vereinbarung solle innerhalb der nächsten 24 Stunden elektronisch unterzeichnet werden, erklärte Ministerpräsident Shehbaz Sharif am Samstag. In der kommenden Woche würden dann Gespräche auf technischer Ebene folgen.

Allerdings dämpfte die iranische Regierung gleich wenige Stunden nach der Erklärung Sharifs die Hoffnungen etwas. "Wir müssen abwarten, bis das genaue Datum der Unterzeichnung feststeht", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei. Das werde "nicht morgen, am Sonntag", sondern eher "in den kommenden Tagen" der Fall sein.

Pakistan vermittelt in dem Konflikt. Am Freitag hatten ‌beide Seiten, die USA und der Iran, ⁠signalisiert, ⁠dass ein Ende der Kämpfe und ein Abkommen nahe seien.

Was ist mit dem Libanon?

Ob auch die Streitfrage Libanon gelöst werden konnte, ist offen. ​Der Iran hat gefordert, dass Israel seine Offensive gegen die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz beendet. Die Hisbollah wird von den USA, Deutschland und mehreren sunnitischen arabischen Staaten als Terrororganisation eingestuft. Die EU listet den bewaffneten Flügel der Hisbollah als Terrorgruppe.

Israel ​ist an den amerikanisch-iranischen Verhandlungen nicht direkt beteiligt. Auch deshalb ist unklar, ob das unter Vermittlung Pakistans ausgehandelte Abkommen auf die Libanon-Streitfrage Bezug nimmt. Pakistans Premier Sharif fasste sich auf ​der Online-Plattform ‌X eher vage und betonte, man sei einem Friedensabkommen näher als je zuvor und er sei zuversichtlich, dass dieses ein starkes Fundament für dauerhaften Frieden bilden werde.

Vereinigte Arabische Emirate Ras al-Khaimah 2026 | Frachtschiffe im Persischen Golf nahe der Straße von Hormus
Irans Streitkräfte hatten kurz nach Kriegsbeginn die Kontrolle über die Straße von Hormus übernommen. Die Meerenge ist eine Exportroute für Dünger, Öl und Flüssiggas.Bild: REUTERS

Die geplante Absichtserklärung sieht Insidern zufolge vor, dass die USA ‌ihre Seeblockade iranischer Häfen aufheben, eingefrorene iranische Gelder in Milliardenhöhe freigeben und ‌Sanktionen gegen ​iranische Ölexporte aussetzen. Im Gegenzug solle der Iran die Straße von Hormus wieder öffnen.

Irans Atomprogramm soll auf den Tisch

Anschließend soll in einer 60-tägigen Frist über das iranische Atomprogramm verhandelt werden, das US-Präsident Donald Trump als Grund für den Kriegsbeginn ​genannt hatte. Während die USA auf einen Abbau des Programms und die Zerstörung von hochangereichertem Uran pochen, will der Iran das Material in weniger konzentrierter Form behalten. Hochangereichtes Uran ist Ausgangsstoff ⁠für ​Atombomben.

Iran Isfahan 2024 | Bewachung der Atomanlage Isfahan
Das Archivbild zeigt die iranische Atomanlage Isfahan. Nicht nur die USA und Israel befürchten, der Iran arbeite am Bau von Nuklearwaffen.Bild: Wana/REUTERS

Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi hatte zuletzt erklärt, sein ​Land gehe auf jeden Fall als Sieger aus dem Konflikt hervor. Wenige Stunden später schossen US-Streitkräfte nach Angaben eines Insiders mehrere ​iranische Angriffsdrohnen ab, die ‌auf die Straße von Hormus zusteuerten.

Gefechte an vielen Fronten

Der Krieg begann am 28. Februar mit gemeinsamen amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran. Gleich am ersten Tag des Krieges wurde der oberste Führer des Iran, Ali Chamenei, getötet. Mehr als hundert Tage nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts soll nun während des islamischen Trauermonats Muharram das Begräbnis in Chameneis Geburtsstadt Maschhad am 9. Juli stattfinden.

Nach den Militärschlägen der USA und Israels reagierte der Iran mit Raketen- und Drohnenangriffen unter anderem auf US-Stützpunkte in Bahrain, Jordanien und Kuwait. ⁠Zudem griffen Hisbollah-Milizen im Libanon Israel an, was den Konflikt zwischen Israel und der mit dem Iran ⁠verbündeten Gruppe neu entfachte. In ​dem Krieg wurden Tausende Menschen getötet, die meisten davon im Iran und im Libanon. Außerdem hat der Konflikt im Nahen Osten wirtschaftliche Folgen mit steigenden Energiepreisen weltweit.

haz/ust (rtr, dpa, afp

Redaktionsschluss 17.30 Uhr (MESZ). Dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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