Kommentar: Selbst schuld, BVB! | Kommentare | DW | 04.05.2019
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Meinung

Kommentar: Selbst schuld, BVB!

Dortmund sieht gegen Bremen lange wie der sichere Sieger aus, doch dann kommt alles anders. Die Dortmunder geben den Titel aus der Hand, werden aber bald wieder angreifen, meint Thomas Klein.

Meine Güte, da wirst du als Fan von Borussia Dortmund doch wahnsinnig! Der BVB dominiert gegen Werder Bremen die erste Halbzeit und geht durch Christian Pulisic und Paco Alcacer verdient in Führung. Bis zur 70. Minute spricht alles für die Gäste, doch dann leistet sich BVB-Keeper Roman Bürki einen folgenschweren Fehler, der den Anschlusstreffer zur Folge hat. Der Bremer Claudio Pizarro macht dann alle Meisterträume der Dortmunder wohl endgültig zunichte, als er einen Fehler von Manuel Akanji eiskalt ausnutzt.

Ist das Meisterennen entscheiden?

Und dann? Der BVB verliert komplett die Kontrolle über das Spiel und hat am Ende noch Glück, dass Bremen nicht noch einmal zuschlägt. Keine Meisterleistung, das ist klar! Doch wie kann so etwas passieren? Eine Antwort darauf konnten hinterher weder Trainer Lucien Favre noch einer seiner Spieler liefern.

Thomas Klein

DW-Sportreporter Thomas Kein

Fest steht aber, dass der FC Bayern spätestens in zwei Wochen wohl zum siebten Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft feiern wird. Ist das seit Jahren der Langeweile endlich wieder spannende Rennen um den Titel also nun wirklich beendet? Ja, leider.

Nicht clever genug

Im Fußball ist zwar vieles möglich, auch vier Punkte in zwei Spielen aufzuholen, allerdings nicht, wenn der Jäger Borussia Dortmund heißt. Nicht weil es Favres Team an sportlicher Qualität mangeln würde, sondern weil der BVB in den entscheidenden Phasen der Saison eben nicht liefern konnte. Es fehlten in wichtigen Situationen - wie auch gegen Bremen - die nötige Cleverness und die erforderliche Abgezocktheit. 

Der BVB wird wieder angreifen

Der FC Bayern wird nach dieser Saison also mal wieder freundlich vom Balkon des Münchener Rathauses grüßen. Nicht weil sie eine überragende Saison gespielt haben, sondern weil das junge Team aus Dortmund am Ende doch nicht reif genug war, den Bayern den Titel streitig zu machen.

Das ist schade, doch auch keine allzu große Überraschung. BVB-Coach Favre hat viel aus seinem jungen Team herausgeholt und im ersten Jahr seiner Amtszeit für einige Ausrufezeichen und einen spannenden Meisterkampf gesorgt. Dass es am Ende dann doch nicht für die Spitze reicht, ist sicher ärgerlich, aber verkraftbar. Denn der BVB wird sich weiterentwickeln und auch in der kommenden Saison wieder ganz oben mitspielen!