Komitee zum Schutz von Journalisten appelliert an Putin, Ermittlungen bei "Auftragsmorden" an Journalisten unter seine Kontrolle zu stellen
9. August 2004Moskau, 9.8.2004, INTERFAX, russ.
Die internationale Organisation Komitee zum Schutz von Journalisten hat an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, appelliert, die Ermittlungen bei der Ermordung von Journalisten in Russland unter seine Kontrolle zu stellen. In einem am Montag (9.8.), einen Monat nach der Ermordung des Chefredakteurs des russischen "Forbes", Paul Chlebnikow, in Moskau, veröffentlichten Bericht heißt es, dass 11 Journalisten Opfer "von Auftragsmorden" in den letzten Jahren in Russland wurden, dass vier weitere wegen ihrer Berufstätigkeit unter unbekannten Umständen ums Leben kamen. "Bis auf den heutigen Tag wurde wegen dieser Morde niemand zur Verantwortung gezogen", heißt es im Appell des Komitees zum Schutz von Journalisten, das seinen Hauptsitz in New York hat. Im Dokument wird unterstrichen, dass die Aufmerksamkeit der Regierung gegenüber den Ermittlungen, die dazu führen würden, die echten Mörder zu finden, eine Bestätigung der Treue Russlands gegenüber der Oberhand des Gesetzes und den fundamentalen Prinzipien der Demokratie wäre. (lr)