Kim warnt ″angemessen″ mit Raketen | Aktuell Asien | DW | 07.08.2019
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Nordkorea

Kim warnt "angemessen" mit Raketen

Eine Warnung an die USA und Südkorea - so will Nordkoreas Machthaber den jüngsten Raketentest seines Landes verstanden wissen. Ein Dorn im Auge ist Kim Jong Un die gemeinsame Militärübung der Verbündeten.

Nordkorea feuert neue taktische Lenkflugkörper ab (picture-alliance/Yonhapnews Agency)

Kim Jong Un (vorne) soll den Raketenstart wieder höchstpersönlich verfolgt haben

Es sei eine Gelegenheit gewesen, eine "angemessene Warnung" an die USA und Südkorea zu senden, erklärte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un. Am Dienstag hatte sein Land wieder Raketen getestet und zwei Geschosse in Richtung Ostmeer abgefeuert. Es war bereits der vierte Raketenstart in den vergangenen zwei Wochen.

Laut einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA wurde die "Kriegsfähigkeit" von neuartigen taktischen Lenkflugkörpern getestet. Diese hätten zielgenau eine kleine Insel vor der Ostküste Nordkoreas getroffen. Der Test habe die Zuverlässigkeit, Sicherheit und Einsatzfähigkeit der Waffe bestätigt, so KCNA.

Nordkorea feuert neue taktische Lenkflugkörper ab (picture-alliance/Yonhapnews Agency)

Der Raketenstart vom Dienstag im Bild - verbreitet von der Staatsagentur KCNA

Nordkoreas "neuer Weg"

Die gemeinsame Militärübung der USA und Südkoreas wurde von der Führung in Pjöngjang als Verstoß gegen diplomatische Absprachen verurteilt. Solche Manöver nötigten Nordkorea dazu, die eigene Waffenentwicklung voranzutreiben, sagte ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums. Falls solche "feindlichen Militärübungen" weitergingen, könnte Pjöngjang einen "neuen Weg" anstreben, hieß es weiter - ohne eine Erläuterung, was das genau bedeuten könnte.

Die US-Regierung äußerte sich gelassen. "Entscheidend ist, die Tür für Verhandlungen offen zu halten", sagte Verteidigungsminister Mark Esper. US-Präsident Donald Trump hatte bei den vorherigen Raketentests betont, dass Nordkorea zwar gegen UN-Resolutionen verstoße, nicht aber gegen seine Abmachungen mit Kim.

wa/ust (rtr, dpa, afp)

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