Kim feuert wieder | Aktuell Asien | DW | 02.10.2019
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Korea-Konflikt

Kim feuert wieder

Nur wenige Tage vor neuen Gesprächen mit den USA hat Nordkorea noch einmal Fluggeschosse ins offene Meer abgefeuert. Der japanische Seesicherheitsdienst gab eine Warnung an alle Schiffe in der Region aus.

Südkorea TV-Bildschirm mit Nordkoreas Kim Jong Un Raketentest (Getty Images/Chung Sung-Jun/Getty )

Menschen in Südkorea verfolgen Nachrichten über einen nordkoreanischen Raketentest (Archivbild vom 6. August)

Das nordkoreanische Militär hat am frühen Mittwochmorgen erneut mehrere Raketen über das Japanische Meer (Koreanisch: Ostmeer) abgefeuert. Die südkoreanische Agentur Yonhap zitiert einen Armeesprecher in Seoul, wonach es sich um Kurzstreckenraketen gehandelt haben soll. Die Projektile seien im Bereich der Küstenstadt Wonsan gestartet worden. Der japanische Seesicherheitsdienst warnte die Schiffe in der Region vor herabfallenden Trümmerstücken.

Nordkorea hatte in den vergangenen Wochen mehrfach ballistische Kurzstreckenraketen abgefeuert. Doch dieser Test erfolgte nur wenige Tage vor neuen Gesprächen mit den USA über das nordkoreanische Atomprogramm. Beide Länder hätten vereinbart, an diesem Samstag mit Gesprächen zu beginnen, sagte Nordkoreas Erste Vizeaußenministerin Choe Son Hui den staatlichen Medien des international isolierten Landes. Am Freitag gebe es vorbereitende Kontakte. Wo die Unterredungen stattfinden, ist bislang nicht bekannt.

Ärger über Tarnkappen-Jäger?

Die Gespräche zwischen den USA und Nordkorea über eine Denuklearisierung kommen seit Monaten nicht von der Stelle. Bei einem Gipfeltreffen in Hanoi im Februar hatten US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un keine Einigung über Schritte zur atomaren Abrüstung Nordkoreas erzielt.

Südkorea zeigt neue US-Tarnkappenbomber (picture-alliance/dpa/YNA)

Südkorea: Präsident Moon Jae In inspiziert am Tag der Streitkräfte einen Tarnkappenbomber des Typs F-35A

Wenige Stunden vor dem nordkoreanischen Raketenstart hatte Südkorea erstmals öffentlich einige von insgesamt 40 in den USA gekauften Tarnkappen-Kampfjets gezeigt. Die Beschaffung der F-35 wird von der nordkoreanischen Führung massiv kritisiert.

rb/nob (afp, ap, dpa)

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