Kim bestätigt Erprobung von neuen Waffensystemen | Aktuell Welt | DW | 11.08.2019
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Nordkorea

Kim bestätigt Erprobung von neuen Waffensystemen

Nordkorea habe das Militärmanöver der USA und Südkorea genutzt, um seinerseits "neuartige" Waffensysteme zu testen. Machthaber Kim Jong Un hat US-Präsident Donald Trump dazu eine "kleine Entschuldigung" geschickt.

Nordkorea | Neue Raketentests (Reuters/KCNA)

Ein offizielles Foto aus Pjöngjang: Kim Jong Un und seine Vertrauten scheinen zufrieden

Es habe sich um den "Test-Abschuss einer neuen Waffe" gehandelt, meldete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Nähere Angaben zu den getesteten Raketen machte sie nicht. Das Außenministerium in Pjöngjang teilte mit, es sei ein "Test für die Entwicklung konventioneller Waffen gewesen".

Kim leitete Testabschüsse 

Die Raketentests vom Samstagmorgen wurden laut KCNA von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un persönlich überwacht. Kim habe den Observationsposten bestiegen und "den Testabschuss geleitet", meldete die Agentur. Er habe dann "große Zufriedenheit" über die Testergebnisse zum Ausdruck gebracht. 

Nordkorea | Neue Raketentests (Reuters/KCNA)

"Es waren Tests für die Entwicklung konventioneller Waffen", sagt Nordkorea

Nach Angaben südkoreanischer Regierungsvertreter feuerte Nordkorea bei den Tests nahe der Stadt Hamhung an der Ostküste zwei - mutmaßlich ballistische - Kurzstreckenraketen ab. Die Fluggeschosse flogen demnach rund 400 Kilometer weit und stürzten ins Meer. 

Trump hat "langen Brief" erhalten

Es war bereits der fünfte nordkoreanische Raketentest in zwei Wochen. Zuletzt hatte Pjöngjang am Dienstag offenbar zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert - nur einen Tag nach Beginn von gemeinsamen Militärübungen der USA und Südkoreas. Die Führung in Pjöngjang hat die Manöver scharf verurteilt und seine Waffentests als "Warnung" an Südkorea und die USA bezeichnet. 

US-Präsident Donald Trump teilte seinerseits mit, er habe vom nordkoreanischen Machthaber eine "kleine Entschuldigung" für die jüngsten Raketentests erhalten. Kim habe ihm einen "langen Brief" geschickt, in dem er sich ausgiebig über die "lächerlichen und teuren" gemeinsamen Militärmanöver der USA und Südkoreas beschwere. Kim habe angekündigt, die Raketentests einzustellen, sobald die Manöver endeten.

nob/kle (rtr, afp)

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