Keine Anklage wegen Vergewaltigung gegen Ronaldo | Sport | DW | 22.07.2019
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Kriminalität

Keine Anklage wegen Vergewaltigung gegen Ronaldo

Nach Bekanntwerden des Vergewaltigungsvorwurfs gegen Fußballstar Cristiano Ronaldo fielen die Aktien seines Clubs Juventus Turin. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft in Las Vegas entschieden, keine Anklage zu erheben.

Das Büro des Bezirksstaatsanwalts in Las Vegas machte es kurz: "Basierend auf einer Überprüfung der gegebenen Informationen (...) können die Anschuldigungen gegen Cristiano Ronaldo bezüglich eines sexuellen Übergriffs nicht zweifelsfrei bewiesen werden", hieß es. Aus diesem Grund werde die Staatsanwaltschaft des Clark County im US-Bundestaat Nevada keine Anklage gegen Fußball-Superstar Christiano Ronaldo erheben - der Fall werde nicht weiter strafrechtlich verfolgt.  

"Normalerweise bin ich ein Gentleman"

Die US-Amerikanerin Kathryn Mayorga hatte Ronaldo vorgeworfen, sie 2009 in Las Vegas vergewaltigt zu haben. Was dort zwischen den beiden vorfiel, sei dem Sportler zufolge einvernehmlich gewesen, hatte sein Anwalt Peter Christiansen gesagt. Nach Darstellung Mayorgas lernte der damals 24 Jahre alte Fußballer sie in einem Nachtclub in Las Vegas kennen. Er lud sie demnach in seine Hotel-Suite ein und vergewaltigte sie dort, wie es in der Klageschrift heißt. Danach habe er sich entschuldigt und erklärt, er sei "normalerweise ein Gentleman".

USA | Kathryn Mayorga | Las Vegas (Getty Images/Las Vegas Food & Wine/B. Steffy)

Kathryn Mayorga präsentiert 2014 Wein in Las Vegas

Bereits 2009 hatte die Amerikanerin Anzeige erstattet und war ärztlich untersucht worden. Mayorga gab an, sie habe später für eine Zahlung von 375.000 Dollar einem Verzicht auf weitere rechtliche Schritte und einer Schweigevereinbarung zugestimmt. Nachdem die heute 35-Jährige ihre Vorwürfe im vergangenen Jahr erneuerte, wurden die Ermittlungen wieder aufgenommen. Es seien jedoch keine Beweise gefunden worden, weshalb es keine Anklage geben werde, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Laut den Aussagen ihrer Anwältin hatte sich Mayorga damals durch die Enthüllungen der #MeToo-Bewegung ermutigt gefühlt, erneut "Gerechtigkeit zu suchen".

Ronaldo beschuldigt Mayorga

Ronaldo hatte die Vorwürfe stets bestritten. In einem offiziellen Statement schrieb er: "Vergewaltigung ist ein abscheuliches Verbrechen, das gegen alles geht, was ich bin und woran ich glaube." Zuvor hatte er Mayorga beschuldigt, sie wolle auf seine Kosten berühmt werden.

Nach Bekanntwerden der Klage war der Kurs der Aktien von Ronaldos Club Juventus Turin eingebrochen. Ronaldo war vor einem Jahr von Real Madrid für rund 100 Millionen Euro nach Italien gewechselt. In vergangenen Saison hatte er das Team zum achten Meistertitel in Serie geführt.

nob/wa (sid, dpa, afp)

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Steuerhinterziehung – Ronaldo kommt mit Geldstrafe davon (22.01.2019)

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