Katalanische Separatisten im Hungerstreik | Aktuell Europa | DW | 01.12.2018
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Unabhängigkeitsbestrebungen

Katalanische Separatisten im Hungerstreik

Jordi Turull und Jordi Sánchez - zwei führende Köpfe der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung sind in ihrer Haft in den Hungerstreik getreten. Die beiden werfen Madrid die Verschleppung ihres Falles vor.

Der ehemalige Minister Jordi Turull und der Ex-Vorsitzende der Organisation Nationale Katalanische Versammlung, Jordi Sánchez, wollten damit auf ihr Schicksal aufmerksam machen, sagte ihr Anwalt Jordi Pina vor Journalisten in Barcelona. In einer Erklärung warfen die beiden Inhaftierten dem spanischen Verfassungsgericht vor, ihr Berufungsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) zu blockieren.

Spanien 2017 (picture-alliance/AP Photo/P. White)

Jordi Sanchez (Archivbild)

Ob sich die anderen fünf im nördlich von Barcelona gelegenen Gefängnis von Lledoners inhaftierten Anführer dem Hungerstreik anschließen, konnte Pina nicht sagen. Der Prozess gegen insgesamt 18 Katalanen soll Anfang kommenden Jahres in Madrid beginnen. Die Anklage fordert bis zu 25 Jahre Haft für die katalanischen Unabhängigkeitspolitiker.

Jordi Turull (picture-alliance/AP Photo/F. Seco)

Jordi Turull umgeben von spanischen Polizisten (Archivbild)

Der Streit um die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens war im Oktober 2017 eskaliert, als der ehemalige Regionalpräsident Carles Puigdemont ein von der spanischen Justiz als illegal eingestuftes Referendum organisierte. Nach der Abstimmung rief die Regionalregierung einseitig Kataloniens Unabhängigkeit aus. Die spanische Regierung unter dem damaligen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy setzte daraufhin Puigdemont, der mittlerweile in Belgien im Exil lebt, und sein Kabinett kurzerhand ab.

nob/jj (afp, dpa)

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