Kanada hat ″offene Fragen″ an Harry und Meghan | Aktuell Amerika | DW | 14.01.2020
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

"Megxit"

Kanada hat "offene Fragen" an Harry und Meghan

In Kanada sind der britische Prinz und die Herzogin sehr beliebt - beschützt werden müssen sie trotzdem. Premier Justin Trudeau will aber erst das Finanzielle geklärt wissen, bevor das Paar dort einen Wohnsitz aufnimmt.

Kanada Prinz Harry und Meghan Markle in Toronto (picture-alliance/empics/N. Denette )

Der Besuch einer Sportveranstaltung 2017 im kanadischen Toronto war einer der ersten öffentlichen Auftritte des Paares

Genau wie beim Brexit geht es auch beim "Megxit" ums Geld: Nachdem der Herzog und die Herzogin von Sussex überraschend angekündigt hatten, gemeinsam mit ihrem Sohn Archie einen Wohnsitz in Kanada aufnehmen zu wollen, ist die kanadische Regierung noch unentschlossen, ob sie den für die Familie erforderlichen Personenschutz bezahlen möchte. "Ich denke, das ist Teil der Überlegungen, die nötig sind, und dazu laufen Gespräche", sagte Premierminister Justin Trudeau im kanadischen Fernsehsender Global. "Wir sind nicht völlig sicher, wie die endgültige Entscheidung aussehen wird", sagte Trudeau. Es seien noch "viele Gespräche nötig". Grundsätzlich unterstützten die Kanadier es aber sehr, dass das Paar teils in ihrem Land leben wolle.

Queen stimmt nachträglich zu

Vergangene Woche hatte ein Instagram-Post im offiziellen Account "SussexRoyal" großen Wirbel ausgelöst: Harry und Meghan taten darin kund, sich teilweise von ihren royalen Pflichten befreien und ein finanziell eigenständiges Leben führen zu wollen. "Wir planen, unsere Zeit zwischen dem Vereinigten Königreich und Nordamerika aufzuteilen", hieß es darin. Später wurde das Land auf Kanada eingegrenzt: Die Herzogin wurde als Meghan Markle in den USA geboren, hat aber als Schauspielerin ("Suits") einige Jahre in Kanada verbracht. Der Schritt war offenbar nicht mit dem Buckingham-Palast abgestimmt. Das holten die beiden nun in einem Kristengespräch mit der Queen nach: Königin Elisabeth II., die formell auch das Staatsoberhaupt Kanadas ist, billigte die Pläne ihres Enkels und seiner Familie.

London britische Tageszeitungen zu Prinz Harry und Herzogin Meghan (AFP/D. Leal-Olivas)

Die britischen Zeitungen waren am Tag nach Meghans und Harrys Ankündigung voll von Mutmaßungen

Dass Harry und Meghan ganz offensichtlich ein anderes Leben anstreben als dessen Bruder William und seine Ehefrau Kate, war schon länger ein bevorzugtes Thema der britischen Klatschpresse - insbesondere auch das angeblich immer distanzierteres Verhältnis der beiden Paare zueinander. William (Rang 2 der britischen Thronfolge) und Kate werden meist staatstragend dargestellt, während Harry (Rang 6, hinter den drei Kindern von William und Kate) und Meghan quasi von Beginn an einen schweren Stand hatten. Der jüngste Enkel der Queen und die Schauspielerin hatten sich 2016 kennengelernt und 2018 geheiratet.

ehl/stu (dpa, afp)

Die Redaktion empfiehlt