Kampf um Geld und Werte | Podcast Wirtschaft | DW | 19.11.2020
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Podcast Wirtschaft

Kampf um Geld und Werte

ThyssenKrupp kämpft ums Überleben +++ Die EU kämpft um einen Ausweg aus der Krise, in die sie Polen und Ungarn gestürzt haben

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ThyssenKrupp ist Deutschlands größter Stahlkonzern – und eine Industrie-Ikone mit fast 130jähriger Tradition. Doch der Riese, der weltweit 160.000 Menschen beschäftigt, ist schwer angeschlagen. Große Investitionen in den USA und Brasilien erwiesen sich als Desaster, eine Fusion der Stahlsparte mit Tata aus Indien scheiterte, und auch die geplante Aufspaltung in zwei Unternehmensteile gelang nicht. Seit gut einem Jahr steht mit Martina Merz nun eine Frau an der Spitze des Konzerns, und die muss ThyssenKrupp durch eine schwere Zeit steuern. Das Unternehmens schreibt rote Zahlen, muss Stellen abbauen und kämpft ums Überleben.

Showdown per Videoschalte?

Heute Abend kommen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union per Videoschalte zusammen. Ursprünglich wollten sie vor allem über Corona-Maßnahmen sprechen. Doch inzwischen gibt es ein Thema, dass mindestens genau so drängend ist. Denn Ungarn und Polen wollen die EU-Haushalt für die kommenden Jahre blockieren und damit auch das 750-Milliarden-Euro schwere Corona-Hilfspaket. Der Grund: den Regierungen der beiden Länder passt es nicht, dass die EU stärker auf die Einhaltung von rechtsstaatlichen Prinzipien achten will - also etwa die Freiheit der Justiz oder den Schutz von Minderheiten vor Diskriminierung.

Für die EU ist das Veto der Polen und Ungarn ein Drama. Einige Kommentatoren haben schon gefordert, die beiden Länder aus der EU zu werfen. Daniel Caspary ruft dagegen zur Mäßigung auf. Er ist Mitglied des Europäischen Parlaments und dort Vorsitzender der deutschen CDU-CSU-Parteiengruppe.

"Kampf um die Seele der EU"

Mit ihrer Blockadehaltung gehen Polen und Ungarn auf Konfrontationskurs mit dem Rest der EU. Was auf der anderen Seite dazu geführt hat, dass die Niederländer bereits eine rote Linie gezogen haben: Kompromisse bei der Rechtsstaatlichkeit dürfe es nicht geben, sagten die Parlamentarier in Den Haag und erteilten ihrem Premierminister vor dem Treffen die Lizenz zum Hartbleiben.

 

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Redaktor am Mikrofon: Andreas Becker
Technik: Christoph Groove