Jordanien schockt Titelverteidiger Australien | Sport | DW | 07.01.2019
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Vorrunde

Jordanien schockt Titelverteidiger Australien

Fehlstart beim Asien Cup für einen der Turnierfavoriten: Australien patzt zum Auftakt gegen Jordanien. Die "Socceroos" versuchen alles, können das Spiel aber nicht mehr drehen. Indien gewinnt hoch. Syrien spielt remis.

Damit hatte bei Turnierfavorit Australien wohl keiner gerechnet: Doch ähnlich wie Weltmeister Deutschland bei der WM 2018, der sein erstes WM-Spiel gegen Mexiko verlor, verpatzte der Titelverteidiger beim Asian Cup seine Auftaktpartie beim Turnier in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die von Graham Arnold trainierten "Socceroos" verloren ihr erstes Gruppenspiel im Hazza-Bin-Zayed-Stadion von Al-Ain gegen Außenseiter Jordanien mit 0:1 (0:1). Dabei hätten die Australier genug Zeit gehabt, auf den überraschenden Rückstand noch zu antworten. Jordaniens Anas Bani Yaseen (Foto) erzielte die 1:0-Führung bereits in der 26. Spielminute. Er verwertete eine schön vor das australische Tor getretene Ecke von links mit einem blitzsauberen Kopfball, wurde dabei von den Verteidigern jedoch sträflich alleine gelassen.

Australien wirkte nach dem Rückstand angeschlagen und fahrig. Ein unnötigerweise direkt am eigenen Strafraum verursachter Freistoß hätte Jordanien drei Minuten nach dem 1:0 fast das 2:0 beschert, doch Keeper Matt Ryan rettete mit einer Glanzparade und lenkte den Ball noch an die Querlatte. Nach vorne gelang Australien nicht viel, allerdings hatten die Favoriten Pech, dass ihnen der Schiedsrichter in der 44. Minute einen Handelfmeter verweigerte. Robbie Kruse vom VfL Bochum hatte Jordaniens Innenverteidiger Feras Shelbaieh an die vom Körper abgewinkelte Hand geschossen.

Australien trifft nur den Pfosten

Asien Cup: Jordanien - Australien (picture-alliance/dpa/H. Ammar)

Australiens Tom Rogic (l.) scheitert in der zweiten Halbzeit zweimal in aussichtsreicher Position

Nach der Pause wechselte Arnold offensiv aus, und Jordanien wurde in die Defensive gedrängt. Tom Rogic von Celtic Glasgow hatte zwei gute Chancen, sein Teamkollege Awer Mabil, kenianisch-stämmiger Nationalspieler Australiens in Diensten des dänischen Klubs FC Midtjylland, traf rund zehn Minuten vor Spielende den Pfosten. Ein Tor wollte den "Socceroos" aber partout nicht gelingen.

Das zweite Gruppenspiel bestreitet Australien am Freitag gegen Palästina, einen weiteren Außenseiter, und braucht dann schon fast einen Sieg, um das Ziel, Weiterkommen als Gruppensieger noch zu erreichen.

Die Palästinenser trennten sich 0:0 von Syriens Fußball-Nationalmannschaft, die vom deutschen Trainer Bernd Stange betreut wird. Der 70-Jährige ehemalige Nationaltrainer der DDR will mit Syrien bei der sechsten Asien-Cup-Teilnahme mindestens die Vorrunde überstehen.

Indien zeigt Thailand die Grenzen auf

Einen guten Start in den Asien-Cup erwischte Indien. In Gruppe A setzten sich die Inder mit 4:1 (1:1) gegen Thailand durch. Dabei sorgte Sunil Chhetri für die indische Führung (27. Minute). Zwischenzeitlich glich Teerasil Dangda für Thailand aus (33.), bevor Chhetri mit seinem zweiten Treffer (46.) sowie Anirudh Thapa (68.) und Jeje Lalpekhula (80.) den Endstand herstellten. Nachdem sich in Auftaktspiel die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain 1:1 getrennt hatten, führt Indien die Gruppe A nach dem ersten Vorrunden-Spieltag an.

Als Reaktion auf die klare Auftaktniederlage entließ der thailändische Fußballverband Nationaltrainer Milovan Rajevac. Der 65 Jahre alte Serbe Rajevac hatte die Auswahl Thailands seit 2017 betreut. In den nächsten Spielen wird Co-Trainer Sirisak Yodyadthai das Team betreuen. 

asz (sid, foxsportasia.com)

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